Ärzte Zeitung Extra, 23.01.2009

Versorgungsforschung

Therapie-Defizit bei Frauen

Etwa jede vierte Frau hat im Alter über 45 Jahre eine Fraktur erlitten, aber nur 26 Prozent der Frauen mit hohem Frakturrisiko bekommen Osteoporose-spezifische Medikamente wie Bisphosphonate. Das hat die erste Auswertung der GLOW-Studie ergeben, in der mehr als 60 000 Frauen über 55 Jahre befragt wurden. Bisher wurden etwa 20 000 Patientenfragebögen aus Hausarztpraxen in Europa, in den USA, Kanada und Australien ausgewertet. Demnach sind Hüftfrakturen bei den Frauen in Europa häufiger (2,1 Prozent) als bei Amerikanerinnen (1,7 Prozent) und Frauen in Kanada und Australien (1,4 Prozent). Ein weiteres Ergebnis: Viele Frauen haben Risikofaktoren für osteoporotische Frakturen. So gaben 12 Prozent der Frauen an, dass bereits die Mutter Knochenbrüche erlitten habe. 16 Prozent hatten ein geringes Körpergewicht von weniger als 57 kg. Und neun Prozent der Frauen waren Raucherinnen.

Mehr Infos unter: www.outcomes-umassmed.org/glow/index.cfm

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »