Ärzte Zeitung, 04.11.2009

Zöliakie: Schaden am Knochen durch Autoantikörper

EDINBURGH (ikr). Wenn Patienten mit Zöliakie eine schwere Osteoporose entwickeln, könnten Autoantikörper gegen Osteoprotegerin die Ursache sein (NEJM 361, 2009, 1459). Das Eiweiß hemmt den Knochenabbau.

Britische Forscher berichten über einen 40-jährigen Zöliakie-Patienten mit Schlüsselbeinfraktur ohne starke Krafteinwirkung. Er hatte eine schwere Osteoporose mit sehr niedrigen Knochendichtewerten sowie Autoantikörper gegen Osteoprotegerin. Eine dreimonatige i.v.-Therapie mit dem Bisphosphonat Zoledronat erwies sich als effektiv: Der Patient erlitt keine weiteren Frakturen, und die Knochendichte nahm deutlich zu. Osteoprotegerin-Autoantikörper hatten die Forscher bei 3 von 15 weiteren Zöliakie-Patienten gefunden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »