Rheuma

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Modul: Reaktive Arthritis: Pathogenese – Diagnose – Therapie

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Ärzte Zeitung, 03.03.2004

Etanercept plus Methotrexat effektiver bei Rheuma als beide Monotherapien

Hinweise auf Rückgang der Gelenkschäden / Keine vermehrten Infektionen

STOCKHOLM (slp). Es gibt Hinweise darauf, daß mit dem TNF-alpha-Hemmer Etanercept plus Methotrexat (MTX) Gelenkschäden durch rheumatoide Arthritis (RA) nicht nur gebremst, sondern sogar rückgängig gemacht werden können. Zudem nehmen klinische Symptome mit der Kombination stärker ab als mit beiden Monotherapien.

Dies sind Ergebnisse einer Studie von Dr. Lars Klareskog vom Karolinska Hospital in Stockholm und seinen Kollegen, die nun unter dem Akronym TEMPO- (Trial of Etanercept and MTX with Radiographic Patient Outcomes) veröffentlicht worden ist (Lancet 363, 2004, 675). In ihr wurden gezielt Sicherheit und Effektivität der Kombi- mit beiden Monotherapien verglichen (wir berichteten).

686 Patienten nahmen teil, die im Schnitt etwa sechs Jahre RA hatten. 228 erhielten bis zu 20 mg MTX/Woche oral plus Placebo s.c., 223 zweimal/Woche 25 mg Etanercept (Enbrel®) s.c. und Placebo oral, 231 beide Wirkstoffe. Primäre Endpunkte: Zunahme der Gelenkschäden im Röntgenbild nach 52 Wochen und Ansprechen auf die Therapie innerhalb der ersten 24 Wochen.

Das Ansprechen wurde mit einem Spezial-Index beurteilt, der auf den ACR-Kriterien basiert (Abnahme geschwollener, schmerzhafter Gelenke und der Krankheitsaktivität), die Gelenkschäden mit dem Sharp-Score, bei dem es für Gelenkschäden wie Erosionen Punkte gibt.

Ergebnis: Mit MTX nahmen Gelenkschäden im Mittel leicht um 2,8 Punkte zu, mit dem Biological um 0,52 - ein signifikanter Unterschied. Mit der Kombination sank der Score im Schnitt sogar, und zwar um 0,54 Punkte - ein Hinweis auf Heilungsvorgänge durch die Therapie, so die Autoren. Mit der Kombination hatten 80 Prozent der Kranken keine Zunahme der Gelenkschäden, mit Etanercept 68, mit MTX 57 Prozent.

Das Ansprechen auf die Therapie war mit der Kombination im Vergleich mit den Monotherapien signifikant stärker. Infektionen, auch schwere, waren in allen Gruppen ähnlich häufig.

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