Direkt zum Inhaltsbereich

Bei RA gilt: Frühe Therapie schützt die Gelenke

DÜSSELDORF (hsr). Eine frühe Therapie stoppt bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) den Entzündungsprozeß, noch bevor Gelenke geschädigt werden. Chancen auf Erfolg bieten sich vor allem in den ersten drei Monaten nach dem Auftreten der ersten Symptome. Später steigt das Risiko für einen progressiven Verlauf.

Veröffentlicht:

"Das therapeutische Ziel bei RA muß die Remission sein", betonte Professor Erika Gromnica-Ihle von der Rheumaklinik Berlin-Buch bei einer Tagung des Netzwerks Rheumatologie in Düsseldorf. Solch ein Rückgang der Erkrankung tritt nach ihren Angaben bei einer Krankheitsaktivität ein, die einem Score-Wert von unter 2,6 auf dem maximal neun Punkte umfassenden DAS28 (Disease Activity Score) entspricht.

Voraussetzung dafür sei allerdings der rechtzeitige Beginn der Behandlung schon bei den ersten Symptomen wie Gelenkschmerzen und Schwellungen der Gelenke.

Gromnica-Ihle plädiert deshalb für eine sofortige rheumatologische Untersuchung, bevor sich das ohnehin knappe Zeitfenster von drei Monaten schließe. "Denn die Schädigung der Gelenke beginnt rasch", warnte die Rheumatologin bei einem Satelliten-Symposiums von Abbott. Das Unternehmen bietet den TNF-alpha-Blocker Adalimumab (Humira®) zur Therapie bei mäßiger bis schwerer aktiver RA an.

Ideal wäre, wenn sich in RöntgenUntersuchungen keine Progression der Erkrankung nachweisen lasse, betonte Gromnica-Ihle. Ergebnisse neuer Studien belegten, daß ein früher Therapiebeginn die Gefahr dafür mindere. Darüber hinaus sei ein positiver Effekt von Biologicals bei früher RA nachgewiesen worden.

Auf Adalimumab etwa, 40 mg alle zwei Wochen gegeben, haben Patienten schnell angesprochen, wie Studienergebnisse belegen. Bereits eine Woche nach Beginn der Behandlung verbesserten sich die klinischen Zeichen und Symptome bei einem Viertel der Patienten.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Bildgebung

Axiale Spondyloarthritis: NSAR-Pause vor der MRT?

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Warnzeichen früh erkennen

Immundefekte: Das ist die Basisdiagnostik für die Praxis

Porträt

Wie ein Hausarzt mit seinem„Medmobil“ Obdachlose versorgt

Lesetipps
Echzeitdarstellung der Blutzuckermessung auf einem Smartphone

© Remigiusz Góra / stock.adobe.com

Kasuistik

Seltene Ursache rezidivierender Hypoglykämien