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Frühe Rheuma-Therapie mit TNF-alpha-Blocker zahlt sich aus

WIEN (grue). Werden TNF-alpha-Blocker früh in die Therapie bei rheumatoider Arthritis (RA) aufgenommen, ist deren Wirksamkeit am größten und der Medikamentenbedarf langfristig am geringsten.

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Rheuma-Medikamente aus der Gruppe der Biologicals, das sind Infliximab, Etanercept, Adalimumab und Anakinra, können RA-Patienten verordnet werden, die auf Monotherapien mit mindestens zwei Basistherapeutika nicht oder nicht mehr ansprechen.

Professor Paul Emery aus Leeds empfiehlt, Biologicals so früh wie möglich in den Therapieplan einzubauen. Dies Vorgehen rechtfertige zum Beispiel die Datenlage für Infliximab (Remicade®), sagte der Rheumatologe bei einer Veranstaltung des Unternehmens Essex Pharma in Wien.

So habe unter anderem die TNF20-Studie gezeigt, daß Patienten mit noch früher, sich aber rasch verschlechternder RA besser auf eine Kombinationstherapie mit Infliximab ansprechen als auf Methotrexat allein.

    Bei über 40 Prozent kam die Krankheit zum Stillstand.
   

Dies habe sich jetzt in der BeST-Studie bestätigt: In dieser Untersuchung wurden Patienten mit RA im Frühstadium mit verschiedenen Mono- und Kombinationstherapien behandelt und das Infliximab-haltige Therapieschema hatte am besten abgeschnitten.

"Damit war nach einem Jahr bei über 40 Prozent der Patienten die anfangs aggressiv verlaufende Krankheit zum Stillstand gekommen", sagte Emery. "Im zweiten Behandlungsjahr konnten dann die Hälfte der Patienten das Biological absetzen und blieben trotzdem in Remission".

So könne der frühe Einsatz von Biologicals langfristig den Bedarf an Medikamenten senken. Auch aus Sicht der Patienten ist die Therapie mit Biologicals vorteilhaft, so Emery.

So hat die Österreichische Rheumaliga 182 RA-Patienten nach der Zufriedenheit mit ihren Medikamenten befragt: "Sehr zufrieden" waren 77 Prozent der mit Biologicals behandelten Rheumatiker und 39 Prozent derjenigen, die andere Medikamente bekamen. Recht erfreulich war das Gesamtergebnis, wonach 85 Prozent aller Befragten mit der medikamentösen Therapie zumindest "überwiegend zufrieden" waren.

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