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Ohne Antiphlogistika kommt man bei Rheuma kaum aus

DRESDEN (gvg). Bei rheumatoider Arthritis (RA) bieten moderne Therapieprinzipien wie Biologika und die frühe Kombinationstherapie den Patienten neue Möglichkeiten. Ohne ergänzende Analgesie mit Antiphlogistika kommt jedoch trotzdem kaum ein Betroffener aus.

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In einer Untersuchung mit 174 RA-Patienten benutzten trotz neuer Therapien neun von zehn Patienten zur Analgesie weiter selektive oder nicht-selektive COX-Hemmstoffe. Das hat Professor Klaus Krüger beim Rheumatologie-Kongreß in Dresden berichtet. Entsprechende Zahlen gebe es auch aus anderen Ländern.

"Wegen des stark entzündlichen Charakters der RA gelingt eine Schmerzlinderung mit reinen Analgetika fast nie", so der Münchner Rheumatologe. Auch wenn mit modernen Therapeutika eine Teilremission erreicht werde, seien Antiphlogistika die Medikation der Wahl.

Weil sich unter RA-Patienten viele mit hohem gastrointestinalem Risiko befänden, hält Krüger Coxibe oft für eine bessere Alternative als nicht-selektive COX-Hemmer, wie er auf der vom Unternehmen MSD unterstützten Veranstaltung sagte. Zu den bei RA häufigen Risikofaktoren zählt die Kortikoid-Therapie. Aber auch der Anteil von Patienten mit gastrointestinalen Ulzera in der Anamnese sowie mit weiteren Begleiterkrankungen läge über dem Durchschnitt.

Gut bewährt habe sich bei diesen Patienten eine Behandlung mit dem selektiven COX-2-Hemmstoff Etoricoxib (Arcoxia®), das bei dieser Indikation in einer Dosierung von 90 mg täglich eingenommen werden sollte. "In zwei kontrollierten Studien war die Substanz einer Therapie mit Placebo nach zwölf Wochen klar überlegen. Sie war darüber hinaus im Vergleich mit Naproxen einmal ebenbürtig und einmal signifikant wirksamer", sagte Krüger in Dresden.

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