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Erfolg mit Antikörper bei M. Bechterew hält an

BERLIN (gvg). Patienten mit Morbus Bechterew sprechen auch nach zwei Jahren Therapie mit Etanercept noch mehrheitlich auf die Behandlung an. Das wird auch bei Kernspin-Untersuchungen der Wirbelsäule deutlich.

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In einer Studie von Kollegen um Dr. John Davis von der Universität Kalifornien in San Francisco wurden insgesamt 277 Patienten mit Morbus Bechterew zunächst 24 Wochen lang entweder mit zweimal wöchentlich 25 mg Etanercept (Enbrel®) als Subkutaninjektion oder Placebo behandelt. Zusätzlich waren Kortisonpräparate oder Basistherapeutika erlaubt.

Nach 24 Wochen wurde die Studie dann offen weitergeführt, und die Patienten in der Placebo-Gruppe konnten Etanercept erhalten. Endpunkte waren die ASAS20- und die ASAS40-Antwort, also eine mindestens 20- oder 40-prozentige Minderung der Krankheitsaktivität auf der Bechterew-Skala ASAS (Assessments in Ankylosing Spondylitis).

Die Ergebnisse zum Zeitpunkt der 24-Wochen-Auswertung waren schon vor zwei Jahren in der Zeitschrift Arthritis and Rheumatism publiziert worden (48, 11/2003, 3230). Es ergab sich ein hoch signifikanter Vorteil für den löslichen TNF alfa-Rezeptor mit ASAS20-Ansprechraten von 58 Prozent (Verum) und 23 Prozent Placebo).

Die Ergebnisse des 2-Jahres-Follow up, die auch bei der Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft für Rheumatologie in San Diego präsentiert worden sind, hat jetzt Professor Jürgen Braun vom Rheumazentrum Herne bei einer Veranstaltung des Unternehmens Wyeth in Berlin zusammengefaßt.

Dannach blieb die Rate der Patienten mit ASAS20- oder ASAS40-Ansprechen bis zur letzten Auswertung nach 96 Wochen auf dem konstant hohen Niveau von jeweils etwa sechzig Prozent. Auch in der Placebo-Gruppe, in der die Patienten nach 24 Wochen auf Etanercept wechseln konnten, wurde dieses Niveau nach 36 Wochen erreicht und blieb bis zum Schluß weitgehend konstant.

Dieses gute Ansprechen läßt sich auch anhand kernspintomographischer Aufnahmen der Wirbelsäule demonstrieren, wie Braun betonte: "Wir können im MRT zeigen, daß die Wirbelsäulenentzündung zurück geht, und wir können das auch nach zwei Jahren noch nachweisen". Ebenfalls sei davon auszugehen, daß die bei Morbus Bechterew häufige, meist reversible aber sehr störende Uveitis anterior durch die Therapie mit Etanercept seltener werde, so Braun in Berlin.



STICHWORT Aus dem Springer Lexikon Medizin

Morbus Bechterew

Morbus Bechterew befällt Männer häufiger als Frauen und es besteht eine erbliche Disposition. Der Beginn liegt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr und ist durch uncharakteristische Kreuzschmerzen und Morgensteife geprägt. Zum Teil tretren initial auch Gelenkbescherden oder Fersen- und Achillessehnenbeschwerden auf. Iritis und Urethritis sind oft begleitende Erkrankungen. Später kommt es zu einer metaplastischen Verknöcherung des kollagenen Bindegewebes der Gelenkkapseln.

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