Forschung und Praxis, 16.06.2006

Frühe Kombi bremst Gelenkdestruktion

Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) sprechen auf die frühe Kombination von Methotrexat (MTX) plus Adalimumab (Humira®) besser an als auf eine Monotherapie. Zudem kann die Kombitherapie langfristig signifikant mehr Gelenkschäden verhindern.

Darüber wurde in Wiesbaden erneut informiert. Knapp 800 RA-Kranke hatten MTX oder Adalimumab erhalten oder die Kombination. Der Krankheitsverlauf wurde auch mit dem DAS 28-Score (Disease Activity Score) beurteilt. Er erfaßt unter anderem Schmerzen und Schwellungen an 28 Gelenken, CRP oder BSG. Zu Beginn war die Krankheitsaktivität ausgeprägt (mittlerer DAS über 6).

Nach zwei Jahren war die Hälfte der Patienten mit Kombitherapie in klinischer Remission (DAS unter 2,6), mit Monotherapie waren es jeweils 25 Prozent. Unter Monotherapie schritt auch die radiologisch meßbare Gelenkdestruktion signifikant schneller voran als unter Kombitherapie. Aufgrund der guten Studienergebnisse ist Adalimumab mittlerweile bei RA auch zur Initialtherapie zugelassen.(ner / mal)

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