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Bei Fibromyalgie nützt Therapie im warmem Pool

AMSTERDAM (gvg). Fibromyalgie-Patienten benötigen eine individuell abgestimmte Therapie, haben Experten der Europäischen Rheumaliga (EULAR) betont. In einer neuen Leitlinie werden dazu viele evidenzbasierte Behandlungsoptionen angegeben.

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Das Papier, das nach einer Kommentierungsphase in der Zeitschrift "Annals of Rheumatic Disease" veröffentlicht werden soll, wurde auf der EULAR-Jahrestagung in Amsterdam erstmals vorgestellt. Wichtig sei ein multidisziplinärer Ansatz, bei dem je nach Patient pharmakologische, psychologische und physiotherapeutische Behandlungen angewandt werden, sagte Professor Ernest Choy vom King’s College in London.

Bei den nicht-pharmakologischen Maßnahmen schneidet die physikalische Therapie im beheizten Pool am besten ab. Dazu gebe es mehrere randomisiert-kontrollierte Studien mit und ohne Bewegungsprogramm. Etwas weniger Belege existieren für Behandlungen mit Aerobic und Kraftübungen, wie Choy betonte.

Skeptisch äußerten sich die Experten zur Wirksamkeit einer kognitiven Verhaltenstherapie. Deren Anwendung lasse sich bisher ausschließlich mit Expertenmeinungen begründen und nicht mit kontrollierten Studien. Für besser belegt hält die Leitliniengruppe die psychophysiologische Entspannung, zum Beispiel mit autogenem Training.

"Bei der medikamentösen Schmerztherapie gibt es für Tramadol derzeit die meisten positiven Studiendaten", sagte Choy. Andere schwach wirksame Opioide sowie Paracetamol kämen ebenfalls für diese Indikation in Frage. Von einer Behandlung mit stark wirksamen Opioiden und mit Glukokortikoiden raten die Experten bei Fibromyalgiepatienten dagegen ab.

Abgesehen von der reinen Schmerztherapie betont die Leitlinie den Nutzen zweier anderer pharmakologischer Ansätze, nämlich die Therapie mit Antidepressiva und mit Antiepileptika.

Bei den Antidepressiva sei die Wirkung bei Fibromyalgie unter anderem für Amitryptilin, Fluoxetin und Duloxetin durch Studien nachgewiesen. Bei den Antiepileptika hätten die Wirkstoffe Tropisetron, Pregabalin und Pramipexol in kontrollierten Untersuchungen gut abgeschnitten.

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