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Biological mit neuem Wirkprinzip bei Rheumatoider Arthritis zugelassen

FRANKFURT AM MAIN (hub). Für Patienten mit schwerer aktiver Rheumatoider Arthritis, die nicht ausreichend auf Basistherapeutika und TNFa-Blocker ansprechen, gibt es eine neue Therapie-Option: Seit vorgestern ist der gegen B-Zellen gerichtete Antikörper Rituximab für diese Indikation zugelassen.

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Die Wirksamkeit des Biologicals bei Rheumatoider Arthritis (RA) sei durch mehrere Studien belegt, hat Professor Gerd R. Burmester von der Charité Berlin berichtet. So nahmen an der REFLEX-Studie über 500 RA-Patienten teil, die auf mehrere Therapien - dabei auch TNFa-Blocker - nicht angesprochen hatten. 308 der Patienten erhielten zwei Infusionen Rituximab (Mabthera®) im Abstand von zwei Wochen, 209 Patienten Placebo-Infusionen. Alle Patienten wurden zusätzlich mit Methotrexat behandelt.

    Vier Schlüssel-
funktionen von B-Zellen werden gehemmt.
   

Nach 24 Wochen hatten 51 Prozent der Patienten mit dem Biological eine 20prozentige Besserung ihrer Symptome erreicht, in der Placebo-Gruppe nur 18 Prozent. Eine Besserung um 70 Prozent - entspricht einer klinischen Remission - hatten 12 Prozent der Patienten mit Verum, mit Placebo nur ein Prozent, so Burmester auf der Veranstaltung von Roche Pharma in Frankfurt am Main.

Rituximab greift in die Entzündungskaskade ein, indem es an eine bestimmte Oberflächenstruktur von B-Lymphozyten bindet (CD20), so Professor Thomas Dörner von der Charité. Damit werden vier Schlüsselfunktionen der B-Zellen gehemmt: die Zytokin-Ausschüttung, die Präsentation von Antigenen, die T-Zell-Aktivierung und die Produktion von Auto-Antikörpern (Rheumafaktoren).

Für dem Hausarzt sei wichtig, früh die Verdachtsdiagnose auf RA zu stellen und die Patienten an einen Rheumatologen zu überweisen, erinnerte Privatdozentin Andrea Rubbert von der Uniklinik Köln. Denn ein früher Therapiebeginn bringe den größten Erfolg. Die Kriterien für eine Verdachtsdiagnose sind: Morgensteifigkeit über 60 Minuten, mehr als zwei druckschmerzhafte oder geschwollene Finger- oder Zehengrundgelenke mit symmetrischem Verteilungsmuster.

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