Direkt zum Inhaltsbereich

Bei Arthritis wirkt Abatacept mit der Zeit stärker

BARCELONA (gvg). Bei Rheumatoider Arthritis (RA) spricht nach erfolglosem Methotrexat-Einsatz jeder dritte Patient auf Abatacept an. Die Erfolgsquote des auch in Deutschland erhältlichen Arzneimittels nimmt mit der Therapiedauer zu.

Veröffentlicht:

Das zeigen Daten einer doppelblinden, randomisierten Studie, bei der 431 RA-Patienten sechs Monate lang entweder Abatacept (Orencia®), Infliximab oder Placebo erhalten hatten. Nach sechs Monaten wechselten die Patienten im Placebo-Arm auch auf Abatacept. Die Endauswertung wurde jetzt beim EULAR 2007 vorgestellt.

"Dabei zeigte sich, dass die Erfolgsquote bei Abatacept-Therapie mit der Zeit zunimmt", betonte Professor Michael Schiff aus Denver in den USA: Nach sechs Monaten hatten in der Abatacept-Gruppe 20 Prozent der Patienten ein gutes Therapieansprechen, nach zwölf Monaten waren es sogar 32 Prozent. In der Infliximab-Gruppe lag die Quote bei 23 Prozent nach sechs und bei 18,5 Prozent nach zwölf Monaten. "Gutes Ansprechen" wurde dabei nach den offiziellen EULAR-Kriterien definiert. Dazu gehören etwa die Krankheitsaktivität und der Krankheitsverlauf.

Studie belegt hohe Sicherheit und Verträglichkeit der Arznei

Auch ist der selektive Co-Stimulations-Blocker sicher und verträglich, wie Schiff auf der von Bristol-Myers Squibb unterstützten Veranstaltung betonte. So hätten nur drei Prozent der Patienten die Abatacept-Therapie wegen unerwünschter Wirkungen abgebrochen. In der Infliximab-Gruppe waren es sieben Prozent. Schwere Infektionen waren mit 1,9 Prozent geringer als in der Vergleichsgruppe (8,5 Prozent). "Die Therapie mit Abatacept könnte einen Sicherheits- und Verträglichkeitsvorteil gegenüber anderen Biological-Therapien haben", so Schiff. Für ein abschließendes Urteil möchte Schiff jedoch noch weitere Daten abwarten.

Abatacept wurde von der europäischen Zulassungsbehörde EMEA im Mai in Kombination mit Methotrexat zur Therapie bei RA-Patienten zugelassen, die auf konventionelle Basistherapeutika, dabei mindestens ein TNFa-Hemmstoff, nicht angesprochen haben. Abatacept inhibiert den B-Lymphozyten Stimulator (BLyS).

Weitere Infos zur RA und Rheuma allgemein gibt es im Internet unter: www.rheumanet.org

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Entzündungsgrad und Rezidivrisiko

Riesenzellarteriitis abklären mit Ultraschall und OGUS

Rotatorenmanschetten-Anomalien

MRT-Befunde wohl nicht mit chronischen Schultersymptomen assoziiert

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie

Post-COVID-Syndrom: Blutwäsche in Studie ohne Nutzen für Betroffene?

Lesetipps
Es muss nicht immer die ganze Packung sein. Bei Abklingen der Symptome reicht oft eine kürzere Dauer der Antibiotikatherapie.

© umang / stock.adobe.com

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Frau mit Restless-Legs-Syndrom liegt im Bett und wackelt mit den Beinen.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose

Mehrere Menschen im Gespräch

© Jacob Lund / stock.adobe.com

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen