Rheuma

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Modul: Reaktive Arthritis: Pathogenese – Diagnose – Therapie

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Ärzte Zeitung, 25.09.2007

Rheuma - das ist ein Grund mehr zu impfen

Grippe-Impfung wirksam trotz immunsuppressiver Therapie / Impfungen mit Totimpfstoffen können erfolgen

HAMBURG (sir). Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) können trotz Basistherapie geimpft werden. Auch während einer Therapie mit TNFα-Blockern kann mit einer Grippe-Impfung eine schützende Immunreaktion erzeugt werden. Das hat eine Studie bestätigt, die jetzt beim Rheuma-Kongress in Hamburg vorgestellt wurde.

Therapie gegen Rheumatoide Arthritis und Schutzimpfungen sind kein Widerspruch. Ein Kollege impft einen Patientens gegen Influenza. Foto: Novartis Behring

"Ideal wäre es, vor Beginn einer immunsuppressiven Therapie den Impfstatus der Patienten zu überprüfen und alle empfohlenen Impfungen vorzunehmen", sagte Professor Klaus Krüger aus München. Dies sei in der Praxis jedoch nicht immer möglich.

Außerdem müsse die Impfung gegen Influenza bekanntlich jedes Jahr mit dem aktuellen Impfstoff neu erfolgen. "Es spricht aber auch nichts dagegen, etwa während der Therapie mit TNFα-Blockern inaktivierte Impfstoffe zu verimpfen", so der Rheumatologe bei einer Veranstaltung Unternehmens Essex, das den TNFα-Blocker Infliximab (Remicade®) anbietet. Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Influenza und Pneumokokken seien zu empfehlen und auch möglich, so Krüger.

Immunantwort leicht reduziert unter Biological-Therapie

Krüger stellte unter anderen eine Studie mit RA-Patienten vor, die bei laufender Rheuma-Therapie gegen Grippe geimpft wurden. Der Impfstoff enthielt Antigene der Virus-Subtypen H1N1, H3N2 und B1. 62 Patienten wurden mit einem TNFα-Blocker behandelt, 37 mit Methotrexat (MTX), 50 erhielten eine Kombitherapie beider Arzneimittel. 18 Kontrollpersonen erhielten keines der Medikamente. "Die Rate der Personen mit komplettem Impfschutz gegen H1N1 war in den beiden Gruppen mit dem TNFα-Blocker etwas erniedrigt", sagte Krüger.

Impfung hatte keinen Einfluss auf die Krankheitsaktivität

Sie lag bei knapp 60 Prozent, bei Personen der Kontrollgruppe bei 78 Prozent. Die Immunantworten auf die anderen Antigene waren geringer ausgefallen oder es gab keine Unterschiede zwischen den Patienten mit immunsuppressiver Therapie und den Kontrollpersonen. "Ein Einfluss der Impfung auf die Krankheitsaktivität oder eine ungewöhnliche Impfreaktion war in keiner der Gruppen zu beobachten", so Krüger zur Sicherheit der Impfung bei den RA-Patienten.

Ähnliches hätten auch die Daten einer weiteren Studie Grippe- und zur Pneumokokken-Impfung ergeben. Die Impfungen gegen Hepatitis A oder B, gegen Haemophilus influenzae (Hib), Meningokokken oder FSME sind nach Angaben Krügers ebenfalls zu empfehlen, wenn Infektionsrisiken bestehen. "Nur Impfungen mit Lebendimpfstoffen sind für immunsupprimierte Rheumapatienten kontraindiziert", so Krüger.

Rheuma-Infos im Internet

www.rheumanet.org ist die Homepage mehrerer Institutionen (etwa Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, Kompetenznetz Rheuma, Rheuma-Akademie)

www.eular.org ist das Angebot der European League Against Rheumatism (EULAR)

www.rheumatology.org heißt die Website des American College of Rheumatology (ACR)

www.rheumawelt.de ist eine Internetseite, die Kollegen ihren Patienten als Anlaufstelle zu allen Fragen rund um rheumatische Erkrankungen nennen können

www.dgooc.de bietet Informationen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

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