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Lungenhochdruck - Kombi bringt's

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HAMBURG (grue). Die pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) ist eine häufige Komplikation bei Patienten mit systemischer Sklerose. Um die Verschlechterung der Lungenfunktion aufzuhalten, kann etwa kombiniert mit Sildenafil und Iloprost behandelt werden.

Leitlinien zur Therapie bei Lungenhochdruck der NYHA-Klassen III und IV sehen eine Kombi-Therapie vor, wenn Einzelsubstanzen nicht ausreichen. Dies ist häufig bei Patienten mit Kollagenose-assoziierter PAH so. Bei ihnen verläuft die PAH besonders aggressiv. "Die PAH ist für jeden zweiten Tod bei Patienten mit limitierter Sklerose verantwortlich", sagte Dr. Gabriela Riemekasten aus Berlin bei einer Veranstaltung von Pfizer und Bayer. Der bindegewebige Umbau in der Lunge erfolgt umso rascher, je länger die systemische Sklerose und das Raynaud-Phänomen vorhanden sind, so die Rheumatologin. Zu den modernen Arzneien bei PAH gehören Prostazyklin-Derivate wie inhalatives Iloprost (Ventavis®) und PDE-5-Hemmer wie Sildenafil (Revatio®). Außerdem seien Endothelin-Antagonisten eine wichtige Therapie-Option. Die Arzneien haben mehrere, sich zum Teil ergänzende Wirkungen, so Riemekasten.

"Das spricht für eine Kombi-Therapie, wenn bestimmte Warnsignale vorliegen". Das ist etwa der Fall, wenn sich trotz Therapie die funktionelle Lungenkapazität verschlechtert oder die Gehstrecke im 6-Minuten-Test unter 380 Meter fällt. Auch ein Perikarderguss im Herzecho oder ein Anstieg von BNP und Troponin seien Warnhinweise. "Zur Kombi-Therapie gehört zunächst Iloprost, da es am besten untersucht sei", so Riemekasten. Als Partner eignet sich besonders Sildenafil. So besserte sich bei PAH-Patienten durch Zugabe von Sildenafil erneut die Lungenfunktion, wenn nach primär erfolgreicher Iloprost-Therapie zwischenzeitlich eine Verschlechterung eingetreten war.

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