Rheuma - das ist ein guter Grund für Schutzimpfungen

WIESBADEN (hub). Patienten mit Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen - wie Rheuma - profitieren besonders von Impfungen. Bei ihnen ist etwa das Pneumonierisiko verdoppelt.

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Patienten mit Rheumatoider Arthritis, aber auch mit Kollagenosen oder Vaskulitiden sollten gegen Influenza und Pneumokokken geimpft werden. Diesen Appell richtete Professor Christian Kneitz von der Uniklinik Würzburg beim Rheuma Update an die Kollegen. Das gelte auch für junge Rheuma-Patienten - in Analogie zu den Empfehlungen der Impfkommission STIKO für Patienten mit chronischen Erkrankungen. "Für über 60-Jährige sind die beiden Impfungen sowieso Standard", so Kneitz. Für die bisherige Impf-Zurückhaltung bei Rheumatikern gebe es keine rationalen Gründe.

Grundsätzlich können Rheuma-Patienten mit allen Impfstoffen geimpft werden. Allerdings sind Impfungen mit Lebendimpfstoffen bei Patienten mit immunsuppressiver Therapie kontraindiziert. "Sämtliche Totimpfstoffe können aber gegeben werden", sagte Kneitz zur "Ärzte Zeitung". Ein eventuell leicht verminderter Impferfolg spreche nicht gegen die Impfung. "Daten belegen, dass auch unter Therapie mit Methotrexat oder TNFa-Blockern mit ausreichendem Impfschutz zu rechnen ist", so Kneitz. Krankheitsschübe müssten nicht befürchtet werden. Geimpft werden könne also auch nach Start einer Basistherapie.

Da bei Verdacht auf eine frühe RA die Fristen bis zum Termin beim Rheumatologen oft nur noch kurz sind, ist die Impfung nach Diagnose-Sicherung in der Regel ausreichend.

Mehr Infos: www.rki.de - dann Infektionsschutz klicken, dann Epid Bull, dann Nr. 30/2007 (Impfempfehlungen) oder Nr. 39/2005 (Sonderheft Impfen bei Immunsuppression)

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