Mittwoch, 23. Juli 2014
Ärzte Zeitung, 03.09.2008

Sjögren-Syndrom: gute Mundpflege bei Speichelmangel

PARIS (kat). Die verminderte Speichelsekretion von Patienten mit Sjögren-Syndrom zieht orale Komplikationen nach sich. Typischerweise findet man eine progressive Infiltration und schließlich die Verdrängung der Epithelzellen exokriner Drüsen durch mononukleäre Lymphozyten. Darauf wurde beim europäischen Rheuma-Kongress in Paris hingewiesen.

Die Therapie der Patienten mit oralen Komplikationen umfasst außer einer guten Mundhygiene, die Prävention von oralen Infektionen, den Speichelersatz sowie die lokale und systemische Stimulation der Speichelproduktion. Bei Patienten, deren Speichelproduktion noch nicht vollkommen versiegt ist, können Cholinergika eingesetzt werden.

Wichtig sind auch regelmäßige Zahnpflege, richtige Ernährung und Fluoride, denn sie schützen vor Karies. Bei Candidose sollte schnell behandelt werden.

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Herzenssache: Beschichtete Stents boomen

Wird es dem Patienten eng ums Herz, greifen Kardiologen hierzulande immer öfter zum beschichteten Stent. Sie sollen eigentlich Re-Interventionen vermeiden. Doch nach einer Analyse der Barmer GEK ist dem nicht so. mehr »

Schmerzmedizin: Gericht plädiert für Cannabis-Eigenanbau

Weil die Kosten für Cannabis aus der Apotheke zu hoch sind, möchten drei Patienten die Pflanzen anbauen. Vor Gericht haben sie einen Etappensieg errungen. mehr »

Latenz-Reversion: Dänen "kicken" HIV raus

Ein Durchbruch für neue HIV-Therapien? Dänische Forscher haben zumindest einen neuen Ansatz gegen schlummernde HI-Viren erfolgreich getestet. Doch ein Versuch macht noch keine Therapie. mehr »