Ärzte Zeitung, 01.10.2008

Methotrexat s.c. kann Therapieerfolg doch noch bringen

Die Therapie mit Methotrexat (MTX) bei Rheumatoider Arthritis (RA) und Psoriasis-Arthritis kann optimiert werden. Eine Option ist die Umstellung von der oralen auf die parenterale Gabe. Das war bisher schon der klinische Eindruck, wurde aber erst jetzt in einer Studie bestätigt, berichtete Professor Martin Fleck aus Regensburg.

Noch nicht mit MTX behandelte Patienten mit einer aktiven RA wurden mit 15 mg MTX entweder oral plus Placebo-Spritze oder subkutan plus Placebo-Tablette behandelt. Signifikant mehr Patienten erzielten bei gleicher Dosierung unter s.c. MTX-Gabe eine 20- oder 70-prozentige Besserung der Symptome.

Besonders Patienten mit mehr als einjähriger Krankheitsdauer profitierten stärker von der s.c. Gabe, und zwar mehr als von einer Dosiserhöhung, so Fleck bei einem von medac unterstützten Symposium beim Rheuma-Kongress in Berlin.

Zum Jahreswechsel werde zudem eine Fertigspritze mit einer Dosis von 50 mg/ml MTX erwartet. Es müsse dann ein deutlich geringeres Volumen unter die Haut gespritzt werden, so Fleck. (kat)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »