Rheuma

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Modul: Reaktive Arthritis: Pathogenese – Diagnose – Therapie

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Ärzte Zeitung, 05.01.2009

Wird standardisiert: sonografische Verlaufskontrolle bei Arthritis

BERLIN (sir). Ein kleiner Prozentsatz der Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen leidet kaum unter Schmerzen. Trotzdem entstehen auch bei diesen "silent progressors" irreversible Gelenkschäden. Der neu entwickelte "German-US-7-Score" soll helfen, die radiologische Progression rechtzeitig zu entdecken.

Nachweisen lassen sich frühe radiologische Veränderungen weniger im Röntgenbild, sondern durch Arthrosonografie und Niederfeld-MRT. Bisher wurde erstere aber oft als zu aufwändig abgetan, besonders, wenn es um die kleinen Gelenke der Hände und Füße ging: Leicht können hier für jedes Gelenk fünf bis zehn Minuten Untersuchungszeit nötig werden. Im Rahmen der Initiative "REMISSIONPLUS" wurde auf dem Rheuma-Kongress in Berlin der "German-US-7-Score" vorgestellt. Der in Deutschland entwickelte Ultraschall-Score erfasst nur sieben Gelenke der dominanten Hand und des Vorfußes. Anzeichen von Synovitis, Tenosynovitis und Knochenerosionen werden mit Farb-Doppler und Power-Doppler-Sonografie mit mindestens 10 MHz gesucht. Die Auswertung erfolgt semi-quantitativ für jedes Kriterium einzeln; höhere Werte bedeuten einen schlechteren Zustand des Gelenks.

Privatdozentin Marina Backhaus von der Charité Berlin präsentierte bei einem von Abbott unterstützten Symposium die Ergebnisse einer Evaluationsstudie des Scores. Dabei wurden Daten von bisher 800 Patienten nach aktueller Therapieumstellung auf DMARD oder TNFα-Blocker erfasst. Die meisten Patienten haben eine Rheumatoide Arthritis. Von den 120 zuerst eingeschlossenen Patienten wurden zu Studienbeginn sowie nach drei und sechs Monaten der US-7-Score, der DAS 28* und diverse Laborwerte bestimmt.

Die Werte sanken in allen Bereichen des US-7-Scores allmählich ab. "Diese Entwicklung korrelierte gut mit den Veränderungen im DAS 28 sowie in den Laborwerten", so Backhaus. Außerdem habe sich eine "moderate", "substanzielle" oder "fast perfekte" interpersonelle Übereinstimmung bei den fast 50 verschiedenen Untersuchern gezeigt.

"Die Reduktion der Ultraschall-Untersuchung auf sieben Gelenke führt zu einer deutlichen Verkürzung der Untersuchungszeit", so Backhaus. Ihr Resümee: "Der US-7-Score ist ein patientenfreundliches Verfahren mit hohem Aussagewert zur Beurteilung der Krankheitsaktivität und für die Therapie-Verlaufsbeurteilung im rheumatologischen Praxisalltag."

Der Disease Activity Score 28 erfasst die klinische Untersuchung von 28 definierten Gelenken, Laborparameter und die subjektive Einschätzung des Patienten, Werte von 0 bis 10 sind möglich.

Auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie gibt es einen webbasierten Rechner für den DAS28.

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