Rheuma

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Modul: Reaktive Arthritis: Pathogenese – Diagnose – Therapie

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Ärzte Zeitung, 10.09.2009

Verdacht auf Psoriasis-Arthritis wird mit einem Fragebogen schnell geklärt

Viele Psoriasis-Patienten bekommen auch Arthritis. Per Fragebogen können diese Patienten einfach erkannt werden.

Von Michael Hubert

Kopf des GEPARD-Fragebogens, der aus insgesamt 14 Fragen besteht.

Kopf des GEPARD-Fragebogens, der aus insgesamt 14 Fragen besteht.

Bei 75 bis 80 Prozent der Psoriasis-Patienten gehen die Hautsymptome der Manifestation einer Psoriasis-Arthritis (PsA) voraus. Es wird geschätzt, dass etwa die Hälfte der erosiv-proliferativen Veränderungen bereits nach zwei Jahren vorhanden sind. Ein guter Grund, bei Psoriasis-Patienten nach einer PsA zu fahnden. Ein hilfreiches und vor allem einfaches Instrument dazu ist der GEPARD-Fragebogen (GErman Psoriasis ARthritis Diagnostic questionnaire).

Mit 14 Fragen wird das mögliche Vorhandensein einer PsA bei Psoriasis-Patienten geklärt. Der Patient füllt den Fragebogen eigenständig aus, ärztliche Hilfe ist nicht nötig. Die Fragen klären die klinischen Zeichen einer peripheren Arthritis oder beziehen sich indirekt auf die Arthritis-Manifestion. Hierzu werden Beeinträchtigungen des Alltags abgefragt. Auch Zeichen eines entzündlichen Rückenschmerzes sowie die Beschwerdedauer werden erfragt.

Werden vier oder mehr Fragen mit "Ja" beantwortet, liegt die Sensitivität bei etwa 90 Prozent, die Spezifität bei etwa 80 Prozent (Z Rheumatol online). Ermittelt wurden die Daten in einer Studie mit 100 Psoriasis-Patienten, die sowohl dermatologisch als auch rheumatologisch untersucht wurden. Dabei wurden auch Sonografie und MRT eingesetzt.

Den Fragebogen gibt es im Web: www.katholisches-klinikum-mz.de

Lesen Sie dazu auch:
Rheuma lässt auch die Gefäße leiden

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