Ärzte Zeitung, 09.08.2011

Darum sind Frauen häufiger autoimmunkrank

DENVER (hub). Rheumatoide Arthritis, Lupus oder MS - Frauen sind von diversen Autoimmunerkrankungen häufiger betroffen als Männer. Eine Rolle dabei spielt eine Sonderform von B-Zellen.

Darum sind Frauen häufiger autoimmunkrank

Frauen haben häufiger Autoimmunkrankheiten - das kann an einem Gen auf dem X-Chromosom liegen.

© pressmaster / fotolia.com

Diese Zellen exprimieren auf ihrer Oberfläche ein spezielles Integrin (CD11c), ihre Zahl nimmt mit steigendem Alter zu - allerdings nur bei weiblichen Mäusen, nicht bei männlichen.

Solche altersassoziierten B-Zellen (age-associated B cells, ABCs) haben US-Forscher aber auch bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen gefunden (Rubtsov et al., Blood 2011 online).

Bei erkrankten Frauen nimmt Zahl der B-Zellen im Alter zu

Auch bei Frauen mit Rheumatoider Arthritis nimmt die Zahl dieser B-Zellen im Alter zu. Damit wurde neben den Geschlechtshormonen eine weitere Erklärung gefunden, warum Frauen von Autoimmunerkrankungen häufiger betroffen sind als Männer.

Bei den ABCs kommt noch hinzu: Ihre Aktivierung wird über den Toll-Like Rezeptor 7 (TLR7) stimuliert. Das Gen für TLR7 liegt auf dem X-Chromosom. Frauen haben also zwei TLR-7-Genkopien in ihrem Genom.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »