Ärzte Zeitung online, 02.01.2012

Power für patientenorientierte Forschung

Goethe-Universität und Centrum für innovative Diagnostik und Therapie Rheumatologie/Immunologie kooperieren. So soll die patientenorientierte Forschung weiter gestärkt werden.

FRANKFURT/MAIN (eb). Durch eine strategische Partnerschaft mit dem Centrum für innovative Diagnostik und Therapie Rheumatologie/Immunologie (CIRI) will die Goethe-Universität in Frankfurt am Main die patientenorientierte Forschung weiter stärken.

Das CIRI wurde 2011 von Forschern des Zentrums für Arzneimittelforschung, -entwicklung und -sicherheit (ZAFES) der Goethe-Universität als internationales Referenzzentrum gegründet und bietet eine einzigartige Plattform zur Durchführung klinischer Studien der Phasen I-IV in der Rheumatologie und Immunologie, teilt die Goethe-Universität mit.

"Im Zuge der zunehmenden Auslagerung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten durch die pharmazeutische Industrie besteht ein großer Bedarf an professionellen Partnern im akademischen Umfeld, die Projekte effektiv und effizient durchführen können", wird Professor Gerd Geisslinger, der Sprecher des ZAFES, in der Mitteilung zitiert.

Indikationsgebiete sind auch Rheuma und Vaskulitiden

Das CIRI steht Unternehmen der pharmazeutischen Industrie als Kooperationspartner zur Planung, Entwicklung und Durchführung klinischer Studien zur Verfügung.

Darüber hinaus koordiniert es zusammen mit dem Uniklinikum klinische Studien, die auch von Sponsoren außerhalb der Industrie in Auftrag gegeben werden können.

Indikationsgebiete sind etwa Rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, Spondyloarthritis, Sklerodermie, Systemischer Lupus erythematodes und weitere Kollagenosen sowie Vaskulitiden.

Durch die Einbindung niedergelassener Ärzte biete das CIRI neben der ausgewiesenen wissenschaftlichen Expertise auch den nötigen Zugang zu ausreichend großen Patientenzahlen für klinische Studien, so die Goethe-Universität.

Synergien in der Nachwuchsförderung

Um gezielte Synergien in der Nachwuchsförderung zu nutzen, gewähre das CIRI Studenten und Graduierten frühzeitig Einblicke in die angewandte klinische Forschung im Rahmen integrierter Ausbildungsprogramme des ZAFES und des Schwerpunkts Rheumatologie.

Hiermit wird eine an den Ansprüchen der pharmazeutischen Industrie ausgerichtete, praxisorientierte Ausbildung gewährleistet.

"Durch die Kooperation mit dem CIRI beabsichtigen wir die Sicherung und den Ausbau des Wissens- und Wirtschaftsstandortes Hessen auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung", so Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität.

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Die eine für alle?

Sollen alte Menschen zur Prävention generell eine Kombination aus Blutdrucksenker, Statin und ASS bekommen? Eine aktuelle Studie hat sich mit dieser Frage beschäftigt - und kommt zu einer eindeutigen Antwort. mehr »

Diabetesrisiko unter Antipsychotika stark erhöht

Jugendliche und junge Erwachsene entwickeln unter Antipsychotika gehäuft einen Typ-2-Diabetes. Das liegt nur zum kleinen Teil an der psychischen Störung. mehr »

Noch schnell Abrechnungserlaubnis sichern!

Die Leistungen der palliativmedizinischen hausärztlichen Versorgung sind an keine spezielle Qualifikation gebunden. Doch das scheint nicht in Stein gemeißelt. Kluge Ärzte bauen deshalb vor. mehr »