Mehr und bessere Spermien durch Nährstoffcocktail

HAMBURG (nke). Ein spezielles Nährstoffpräparat für Männer mit Fertilitätsstörungen kann die Spermienqualität verbessern. Hinweise darauf liefert eine Pilotstudie.

Veröffentlicht:

Die Bestandteile des Präparates (Orthomol Fertil®) sind L-Carnitin, L-Arginin, Vitamin E, Folsäure, Zink, Selen, Glutathion und Coenzym Q10. Sie liefern wichtige Bau- und Betriebsstoffe für die Spermiogenese, so Professor Martin Imhof von der Uni-Frauenklinik Wien. Wie sich die der Nährstoff-Kombination auswirkt, testete der Wiener Frauenarzt bei 40 Männern, die mindestens zwei pathologische Spermiogramme hatten und seit mehr als zwei Jahren vergeblich versuchten, ein Kind zu zeugen.

Sie nahmen mindestens drei Monate lang täglich zwei Kapseln des Präparats ein. Auswertbar waren die Daten von 31 Männern: Bei neun davon war das Spermiogramm nach der Behandlung normal. Darüber hinaus verbesserten sich die Parameter des Spermiogramms bei allen 31 Männern: Das Ejakulatvolumen etwa stieg von 2,8 ml vor der Therapie auf 3,6 ml danach, die Spermiendichte nahm von 31 auf 52 Millionen/ml zu und der Anteil von Spermien mit normaler Morphologie stieg von 33 auf knapp 40 Prozent. Im Studienverlauf wurden die Frauen von vier Teilnehmern spontan schwanger. Mittlerweile seien es sogar sieben Frauen, wie Imhof bei einer Veranstaltung des Unternehmens Orthomol in Hamburg berichtete.

Ob die Nährstoffkombination tatsächlich die Spermienqualität beeinflusst, müssen weitere Studien belegen. Geplant ist nun eine placebokontrollierte Studie sowie eine Untersuchung, bei der die Nährstofftherapie mit einer Varikozelen-Operation verglichen wird.

Das Präparat ist ab sofort frei verkäuflich in Apotheken erhältlich.

Mehr zum Thema

Urogenitale Malignome

Akute Zystitis kann auf künftigen Krebs hinweisen

Wirkt auch bei Ceftriaxon-Resistenz

Zoliflodacin als neue Option in der Antibiotika-Therapie der Gonorrhö

Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Atemwegserreger

RKI: RSV-Welle deutet sich an

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?

Lesetipps
Eine ältere Frau klagt über Gelenk- und Muskelschmerzen in ihren Händen.

© Yakobchuk Olena / stock.adobe.com

Kasuistik zu Autoimmunerkrankung

Wüssten Sie, was hinter diesen Symptomen steckt?