Direkt zum Inhaltsbereich

Überaktive Blase beeinträchtigt das Sexualleben

Veröffentlicht:

DÜSSELDORF (MUC/eb). Symptome der überaktiven Blase beeinträchtigen auch das Sexualleben, vor allem bei jüngeren Frauen und älteren Männern. In einer Umfrage gaben rund 14 Prozent der Teilnehmer Symptome einer überaktiven Blase (ÜAB) an, knapp 18 Prozent von ihnen fühlten sich dadurch in ihrer Sexualität behindert.

Dagegen berichteten nur 5 Prozent der Befragten ohne übermäßigen Harndrang über sexuelle Störungen. Diese Studiendaten hat Stefan Heidler aus Wien beim DGU-Kongress vorgestellt.

In der Studie waren 2365 Probanden erfasst, die an einer Gesundenuntersuchung der Stadt Wien teilgenommen hatten. Sie füllten einen validierten Fragebogen mit 19 Punkten aus, etwa zu Harninkontinenz und Miktionsbeschwerden. Dazu gehörte auch die Frage, inwiefern das Sexualleben durch Probleme beim Harnlassen beeinträchtigt wird.

329 Probanden gaben Symptome einer überaktiven Blase an, diese Prävalenz von 14 Prozent entspricht laut Heidler den Daten aus der Literatur. 58 der ÜAB-Probanden - 18 Prozent - berichteten, der übermäßige Harndrang störe ihre Sexualität. Aber nur 5 Prozent der Teilnehmer ohne überaktive Blase empfanden sexuelle Defizite.

"Die Sexualität ist ein Aspekt der Erkrankung, der berücksichtigt werden sollte", so Heidler. Dabei macht der übermäßige Harndrang älteren Männern mehr zu schaffen als jüngeren: 23 Prozent der ÜAB-Patienten über 50 Jahre gaben sexuelle Störungen an, dagegen nur 13 Prozent derjenigen unter 50.

Bei Frauen ist es umgekehrt: Rund ein Fünftel der ÜAB-Patientinnen unter 50 fühlte sich im Sexualleben gestört, aber nur 14 Prozent der Älteren.

Mehr zum Thema

Cochrane-Review

Prostatakrebs: Wie ist denn nun die Evidenz des PSA-Screenings?

Komplikationsmanagement

Typ-2-Diabetes macht besonderen Schutz für Niere und Herz erforderlich

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Cochrane-Review

Prostatakrebs: Wie ist denn nun die Evidenz des PSA-Screenings?

FODMAP, Hypnose, Stuhltransfer

Diese Interventionen helfen beim Reizdarmsyndrom

Lesetipps
Eine Frau hält Tabletten in der Hand

© Dusan / stock.adobe.com

Differenzierung ist entscheidend

INOCA/ANOCA: Welche Therapie ist die richtige?

Nahaufnahme eines Patient, der den Gesundheitsbereich der ChatGPT-App verwendet.

© Azulblue / stock.adobe.com

Digitalisierung

KI-Chatbots bieten 24/7-Sprechstunde für Patienten

Dass Sport einen positiven Effekt bei Patienten mit Depressionen hat, ist nichts Neues. Der Casus Knacksus ist die Motivation.

© Rifqi Muflih / stock.adobe.com

Motivierende Gesprächsführung

Wie motiviere ich Patienten mit Depression zu Sport?