Ärzte Zeitung, 16.11.2010

Überaktive Blase beeinträchtigt das Sexualleben

DÜSSELDORF (MUC/eb). Symptome der überaktiven Blase beeinträchtigen auch das Sexualleben, vor allem bei jüngeren Frauen und älteren Männern. In einer Umfrage gaben rund 14 Prozent der Teilnehmer Symptome einer überaktiven Blase (ÜAB) an, knapp 18 Prozent von ihnen fühlten sich dadurch in ihrer Sexualität behindert.

Dagegen berichteten nur 5 Prozent der Befragten ohne übermäßigen Harndrang über sexuelle Störungen. Diese Studiendaten hat Stefan Heidler aus Wien beim DGU-Kongress vorgestellt.

In der Studie waren 2365 Probanden erfasst, die an einer Gesundenuntersuchung der Stadt Wien teilgenommen hatten. Sie füllten einen validierten Fragebogen mit 19 Punkten aus, etwa zu Harninkontinenz und Miktionsbeschwerden. Dazu gehörte auch die Frage, inwiefern das Sexualleben durch Probleme beim Harnlassen beeinträchtigt wird.

329 Probanden gaben Symptome einer überaktiven Blase an, diese Prävalenz von 14 Prozent entspricht laut Heidler den Daten aus der Literatur. 58 der ÜAB-Probanden - 18 Prozent - berichteten, der übermäßige Harndrang störe ihre Sexualität. Aber nur 5 Prozent der Teilnehmer ohne überaktive Blase empfanden sexuelle Defizite.

"Die Sexualität ist ein Aspekt der Erkrankung, der berücksichtigt werden sollte", so Heidler. Dabei macht der übermäßige Harndrang älteren Männern mehr zu schaffen als jüngeren: 23 Prozent der ÜAB-Patienten über 50 Jahre gaben sexuelle Störungen an, dagegen nur 13 Prozent derjenigen unter 50.

Bei Frauen ist es umgekehrt: Rund ein Fünftel der ÜAB-Patientinnen unter 50 fühlte sich im Sexualleben gestört, aber nur 14 Prozent der Älteren.

[16.11.2010, 09:53:27]
Dr. Ralf Hettich 
So bekommen Sie als Frau Ihre Freude am Sex wieder zurück
Hier zeige ich Ihnen, was Sie als Frau gegen Ihr Unbehagen und Unwohlsein während des Sexes tun können:

1. Reden Sie darüber:

Als Erstes müssen Sie davon ausgehen, dass Ihr Partner wahrscheinlich mehr Verständnis für Ihre Sorgen und Nöte aufbringen wird, als Sie vielleicht erwarten werden. Sprechen Sie mit Ihrem Partner, bevor Sie mit ihm Sex haben. Warten Sie nicht, bis es passiert ist, und sagen dann: „Oh, was ist da passiert?“. Es ist viel besser, lange vorher darüber zu reden.

2. Machen Sie einen Plan:

Bereiten Sie sich auf den Sex vor, wie Sie es zum Beispiel bei Ihrem Zubettgehen tun. Denken Sie auch hier: Doppelt hält besser! Trinken Sie lange vor dem „Ereignis“ nichts mehr und vermeiden Sie Speisen und Getränke, die Ihre Blase reizen können. Das heißt auch, dass es möglicherweise eine gute Idee ist, das romantische Glas Wein wegzulassen!

3. Essen Sie ballaststoffreich:

Eine ausgewogene Ernährung mit Obst, Gemüse und Vollkornbrot beugt Verstopfung vor und vermindert damit den Druck auf die Blase.

Mein Rat: Lassen Sie sich Ihr Liebesleben nicht von der überaktiven Blase terrorisieren. Wenn Sie mit Ihrem Partner über Ihr Blasenproblem gesprochen haben, ist der erste und wichtigste Schritt getan. Dies kann Sie von dem Druck befreien, der Ihr Leben und auch Ihre Sexualität belastet hat.
Mit den besten Wünschen für ein erfülltes Liebesleben

Ihr Dr. Ralf Hettich

Mailkontakt: info@ralfhettich.de
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen von Tag 1 und 2 des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »