Ärzte Zeitung, 25.01.2012

Mit Biomarkern geschädigter Niere auf der Spur

BERLIN (eb). Wie erkennt ein Arzt, ob bei einem Patienten, der in die Notaufnahme einer Klinik eingeliefert wird, die Nieren akut geschädigt sind? Forscher aus Berlin und den USA haben in einer großen Studie gezeigt, dass der Nachweis von Proteinen, die eine geschädigte Niere in den Urin ausschüttet, hilft, Hochrisikopatienten früh zu erkennen (J Am Coll Cardiol, online, 9. Januar 2012).

Die Forscher haben von fast 1 700 Patienten, die in die Notaufnahmen von Kliniken in Berlin und New York kamen, fünf Proteine im Urin gemessen. Dabei stellten sie fest, dass vor allem zwei Proteine (NGAL und KIM-1), sich als hilfreich für eine frühzeitige Risikoeinschätzung erwiesen haben.

Sind die NGAL- und KIM-1-Werte niedrig, so ist das Risiko des Patienten gering, im Laufe des Klinikaufenthaltes zu versterben oder eine Dialyse zu benötigen. Hohe Werte zeigen dagegen das Risiko einer akuten Nierenschädigung an.

Werden die Messwerte dieser Biomarker mit den Werten des Serum-Kreatinins kombiniert, ist eine genauere Einschätzung des individuellen Risikos möglich.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »