Urologie

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Ärzte Zeitung, 30.10.2006

Auf Potenzschwäche folgt oft rasch eine Angina pectoris

Patienten haben oft schon zwei Jahre vor Beginn einer Angina pectoris eine ED / PDE-5-Hemmer verbessert offenbar Endothelfunktion

HAMBURG (urm). Eine erektile Dysfunktion (ED) kann bekanntlich Hinweis für eine KHK sein. In einer neuen Studie hatten über 70 Prozent der Patienten mit Angina pectoris bereits vor Beginn der KHK-Symptome eine Potenzschwäche.

Bei ED-Patienten sollten Ärzte gezielt nach KHK-Symptomen fahnden. Foto: DAK

Die Untersuchung hat jetzt Professor Christian Stief aus München vorgestellt. In der Studie hätten von 162 angiographisch untersuchten KHK-Patienten 46 Prozent eine ED gehabt, sagte Stief bei einem Symposium von Bayer Vital in Hamburg. Insgesamt hatten 53 der Patienten eine chronische Angina pectoris. Bei diesen Patienten betrug die ED-Prävalenz sogar 66 Prozent.

Bei 71 Prozent der Patienten mit chronischer Angina pectoris trat die ED bereits vor Manifestation der KHK auf - im Mittel 25 Monate zuvor. Aus diesem Grund sei es sinnvoll, bei ED-Patienten stets auch nach möglichen KHK-Symptomen zu fahnden, sagte der Urologe.

Die häufige Koinzidenz von ED und kardiovaskulären Erkrankungen wie KHK, Diabetes mellitus oder Bluthochdruck ist nicht überraschend: Bei beiden Erkrankungen kommt es aufgrund der Atherosklerose zu einer gestörten Endothelfunktion. Die Behandlung mit einem Phosphodiesterase (PDE)- 5-Hemmer wie Vardenafil (Levitra®) hat offenbar einen günstigen Einfluß auf die gestörte Endothelfunktion.

Dieser ist nicht allein auf den direkten Wirkmechanismus der Arznei - die Entspannung der glatten Penismuskulatur - zurückzuführen. So hat kürzlich eine Studie belegt, daß bei ED-Patienten bei Vardenafil-Therapie die Zahl zirkulierender endothelialer Vorläuferzellen deutlich steigt. Diese Zellen sind für die am Gefäßendothel permanent ablaufenden Reparaturprozesse von großer Bedeutung.

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