Urologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Therapie des Testosteronmangels: Testosteronsubstitution – wann und wie?

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 09.05.2012

Mehr Sicherheit bei Ejakulat-Untersuchung

Zeugungsfähig oder nicht? Die neue Richtlinie zur Ejakulatuntersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt inzwischen in deutscher Übersetzung vor und muss bis 2013 verpflichtend umgesetzt werden.

NEU-ISENBURG (eb). Die Untersuchung des Ejakulats hat einen zentralen Stellenwert bei der Diagnose der männlichen Unfruchtbarkeit. Die neue Richtlinie zur Ejakulatuntersuchung der WHO muss bis 2013 verpflichtend umgesetzt werden, teilt die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) mit.

"Damit wird flächendeckend ein hoher Qualitätsstandard in andrologischen Laboren etabliert und Vergleichbarkeit erreicht", wird Professor Sabine Kliesch, Pressesprecherin der DGU, in der Mitteilung zitiert.

Für die betroffenen Männer bedeute das mehr Sicherheit bei der Abklärung der Ursachen der männlichen Infertilität, in deren Folge gezielte Therapiemaßnahmen zur Kinderwunschbehandlung eingeleitet werden können, so die Urologin und Andrologin, die den Vorsitz der Fachgruppe Ejakulatuntersuchung der Bundesärztekammer innehat.

Etwa jedes sechste Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Die Ursachen dafür liegen zu gleichen Teilen bei Mann oder Frau oder bei beiden. Kliesch: "Mindestens sieben Prozent aller Männer im fortpflanzungsfähigen Alter haben zeitweise Probleme mit der Zeugungsfähigkeit."

Dafür können zum Beispiel Hodenhochstand im Kindesalter, Hormonstörungen, eine Infektion der Samenwege, Krampfadern im Hoden, genetische Ursachen oder andere Allgemeinerkrankungen verantwortlich sein.

Auch Nikotin, Stress, Alkohol, Übergewicht, Umwelteinflüsse, Drogen und Medikamente können die männliche Fruchtbarkeit mindern.

Zur Diagnose dienen der Ultraschall des Hodens, eine Blutuntersuchung zur Bestimmung des Hormonhaushalts und die Analyse einer Samenprobe, die unter anderem die Parameter Volumen und pH-Wert des Ejakulats sowie Gesamtzahl, Konzentration, Beweglichkeit, Form und Vitalität der Spermien erfasst.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »