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Männer mit LUTS

Schon ab zwei Tassen Kaffee "undicht"

Beim Kaffee zurückhalten müssen sich nicht nur blasenschwache Frauen: In einer Studie brachten auch bei Männern schon zwei Tassen "Bohnensaft" pro Tag die Blase signifikant häufiger zum Tröpfeln.

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Zu viel des Guten.

Zu viel des Guten.

© matka_Wariatka / shutterstock

ATLANTA. Kaffee steigert den Harndrang und befördert die Inkontinenz. Im letzten Jahr konnten US-Forscher dieses Phänomen für Frauen belegen (Int Urogynecol J 2012; online 15. Juni); jetzt zeigt sich, dass das Gleiche auch für Männer gilt.

Grundlage für diese Erkenntnis ist in beiden Fällen eine große Gesundheits-Umfrage in den USA: In den National Health and Nutrition Examination Surveys (NHANES) wurden zwischen 2005 und 2007 zweimal jährlich für die Durchschnittsbevölkerung repräsentative US-Bürger zu Gesundheitsstatus und Ernährungsgewohnheiten befragt.

Die Forscher um Nicole J. Davis von der Georgia State University hatten sich die Daten von knapp 4000 "Durchschnitts-Männern" herausgesucht. Erfasst wurde, wie viel Koffein und welche Mengen anderer Flüssigkeiten diese täglich zu sich nahmen und wie sich dies auf den ungewollten Urinverlust niederschlug (J Urology 2013; online 2. Januar).

Als Maßstab galt der ISI (Incontinence Severity Index), der sowohl Inkontinenz-Frequenz als auch -Volumen misst. Ein Score von mindestens 3 steht für mäßige bis schwere Harninkontinenz; dies entspricht einem ungewollten Verlust von mehr als ein paar Tropfen Urin mindestens einmal pro Woche.

Empfehlungen auch für Männer

Schon ab 234 Milligramm Koffein pro Tag ging die Prävalenz der mäßigen bis schweren Inkontinenz eindeutig hoch, und zwar unabhängig vom Alter oder von möglichen Risikofaktoren für eine Harninkontinenz wie Prostatahyperplasie.

Diese Koffeinmenge entspricht etwa zwei Tassen Filterkaffee (eine Tasse enthält im Schnitt etwa 125 mg). Dagegen ließen weder Wasser noch andere Flüssigkeiten, nicht einmal Alkohol, die Zahl der Inkontinenzepisoden oder die Menge des Urinverlusts nennenswert steigen.

Bei Frauen ist der Rat, sich beim Kaffeetrinken zurückzuhalten, bereits fester Bestandteil des therapeutischen Managements der Harninkontinenz, und zwar sowohl bei Belastungsinkontinenz als auch bei überaktiver Blase.

Nach Davis und Kollegen macht diese Empfehlung im Rahmen der Lifestyle-Beratung wohl auch bei Männern mit Inkontinenzproblemen Sinn. Ob sich die "therapeutische" Reduktion des Kaffeekonsums tatsächlich bewährt, müssen Interventionsstudien, wie sie bei Frauen bereits mit Erfolg durchgeführt wurden, zeigen. (EO)

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