Ärzte Zeitung, 09.04.2008

pAVK und Nierenschwäche hängen zusammen

Wenn pAVK und Nierenprobleme zusammentreffen, ist die Sterberate besonders erhöht

BERLIN (hbr). Eine Niereninsuffizienz ist ein unabhängiger Prädiktor für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Umgekehrt fördert die pAVK das Fortschreiten der Niereninsuffizienz.

Belegt wurde dies unter anderem vor kurzem in der ARIC-Studie (Atherosclerosis Risk in Communities), wie Professor Ulrich Hoffmann von der Universitätsklinik München berichtete. Sie umfasst über 14 000 Patienten zwischen 45 und 64 Jahren.

Die Teilnehmer hatten einen Knöchel-Arm-Index von mindestens 0,9, also keine pAVK. In 13 Jahren entwickelten Probanden mit einer auf 15 bis 59 ml/min verminderten glomerulären Filtrationsrate (GFR) dreimal häufiger eine pAVK als die mit einer Nierenfunktion von mehr als 90 ml/min. Als pAVK-Prädiktor war die Niereninsuffizienz dabei unabhängig von anderen Risikofaktoren. Unterstützt wird dies durch die Daten von 2763 Frauen in der Postmenopause mit Niereninsuffizienz: Das pAVK-Risiko wuchs mit abnehmender Nierenleistung. Schon die Abnahme der Nierenfunktion steigert das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und das Sterberisiko, und zwar nicht erst ab der Dialysepflicht: Es steige vielmehr schon unterhalb von 60 ml/min, betonte Hoffmann bei einem Symposium von Sanofi-Aventis in Berlin.

Auch bei Patienten mit pAVK ist die Sterberate erhöht. Sie nimmt weiter zu, wenn paVK und Nierenprobleme zusammentreffen. Offenbar verstärken die Prozesse sich.

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