Ärzte Zeitung, 06.02.2009

Dialysepatienten leben länger in dünner Luft

BOSTON (ob). Je höher die Lage des Wohnorts, um so höher ist die Lebenserwartung von niereninsuffizienten Patienten mit Dialysetherapie. Zu diesem Ergebnis kommt eine Arbeitsgruppe um Professor Wolfgang Winkelmayer aus Boston nach Auswertung der in einem Dialyse-Register gespeicherten Daten von mehr als 800 000 Patienten. Analysiert wurde die Fünf-Jahres-Überlebensrate in Abhängigkeit davon, wie hoch ihr Wohnort über dem Meeresspiegel lag (JAMA 301, 2009, 508).

Das Ergebnis: In direkter Beziehung zur Höhe des Wohnorts nahm die durchschnittliche Lebenserwartung der Patienten zu. So war etwa die Sterberate in der kleinen Subgruppe der Dialyse-Patienten, die in einer Höhe über 2000 Fuß (1828 Meter) lebten, um 15 Prozent niedriger als bei Patienten in Gebieten unterhalb von 250 Fuß (76 Meter).

Die Autoren erklären sich den prognostischen Vorteil mit der durch die dünnere Höhenluft induzierten Hypoxie, die wiederum zu einer effektiveren Wirkung von Erythropoetin führen könnte.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »