IV-Vertrag dient Früherkennung von Nierenkranken

MAGDEBURG (zie). Der bundesweit erste Vertrag zur Früherkennung von Patienten mit Nierenerkrankungen ist kürzlich in Sachsen-Anhalt unterzeichnet worden.

Veröffentlicht:

Vertragspartner sind die AOK Sachsen-Anhalt, der Verein niedergelassener Nephrologen sowie die KV. Ziel des IV-Vertrages ist es, Dialysebehandlungen so lange wie möglich hinauszuzögern oder ganz zu vermeiden. In Sachsen-Anhalt müssen rund 2600 Patienten zur regelmäßigen Dialyse, bundesweit sind es 67 000. "Prävention kann helfen, dieses Schicksal abzuwenden”, so AOK-Vorstand Uwe Deh.

Dazu werde beim Hausarzt ein Screening für Risikopatienten, wie Diabetiker und Hypertoniker, etabliert. Bei ihnen veranlasst der Hausarzt Blut- und Urinuntersuchungen. Lässt der Befund Auffälligkeiten erkennen, erfolgt die Überweisung zum Nephrologen. "Das strukturierte Versorgungskonzept erhöht die Möglichkeit, Krankheitsverläufe frühzeitig zu erkennen”, so KV-Vorstand Dr. Burkhard John.

Da der Körper bei Niereninsuffizienz keine Alarmsignale aussendet, werden diese Erkrankungen häufig zu spät erkannt, sagt Dr. Jörg-Detlev Lippert, Internist, Nephrologe in Köthen und Vorsitzender des Nephrologenvereins. Die Alarmfunktion könne nun das Screening übernehmen.

Mehr zum Thema

Review

RAS-Blocker präoperativ eher nicht absetzen?

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Dr. Daniel Kitterer ist Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie im Internistisch-Hausärztlichen-Zentrum Grafenau.

© Dr. Daniel Kitterer

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Neuerungen der KDIGO-Leitlinie zur chronischen Niereninsuffizienz

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Ingelheim am Rhein, Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ergänzung zu Antibiotika?

Mit intravaginaler Ascorbinsäure gegen bakterielle Vaginose

Review

RAS-Blocker präoperativ eher nicht absetzen?

Lesetipps
Ein Mann schwimmt in einem Schwimmbecken.

© TeamDF / stock.adobe.com

Umbrella-Review

Welcher Sport bei Depression und Angststörung am besten hilft