Ärzte Zeitung, 10.09.2011

Dialyse-Seminar Anfang Dezember in Berlin

BERLIN (ner). Kardiovaskuläre Probleme bestimmen maßgeblich die Prognose von Dialysepatienten. Minimal-invasive Behandlungstechniken sind daher für diese Hochrisikopatienten besonders interessant.

Den Themen Herzvitien und Herzinsuffizienz sowie den neuen Behandlungstechniken wie der kathetergestützten Herzklappenimplantation oder Mitralklappen-Clipping widmen sich deshalb in diesem Jahr die Referenten des 24. Dialyse-Seminars in Berlin. Das Fortbildungsangebot richtet sich in erster Linie an Dialyse-Spezialisten und Ärzte in Weiterbildung.

Der inhaltliche Bogen der Fortbildungsveranstaltung am 2. und 3. Dezember 2011 ist jedoch weiter gespannt. "Es gibt wohl kaum ein Patientenklientel, das derart viele Folgeerkrankungen aufweist", sagt die Organisatorin Professor Christiane Erley vom St. Joseph-Krankenhaus in Berlin.

Thematisiert werden daher auch psychische Probleme, zudem Osteoporose und Anämie sowie aktuelle Entwicklungen der Nierenersatztherapie.

Wie in jedem Jahr werden wieder Gastredner aus dem Ausland erwartet. Mit Dr. Christopher McIntyre von der Universität Nottingham, Großbritannien, wird ein ausgewiesener Spezialist das Problem der Kardiodepression unter der Dialyse beleuchten.

Hinzu kommen Dr. Andrea Wang aus Hong Kong, deren Forschung zur Mortalitätsfaktoren bei Dialysepatienten international beachtet wurden sowie Dr. Brigitte M. Schiller-Moran aus San Jose, Kalifornien.

Schiller-Moran wird sich mit der Frage beschäftigen, inwiefern eine erhöhte Dialysefrequenz in der Praxis umsetzbar sein könnte. Denn es ist bekannt, dass sich die verlängerte Dialysezeit oder eine im Vergleich zum Standard erhöhte Dialysefrequenz günstig auswirken.

Das könnte sich durch technische Neuerungen wie tragbare Dialysegeräte bald besser mit den Bedürfnissen und dem Alltag von Dialysepatienten vereinbaren lassen. Abgerundet wird das anderthalbtägige Seminar, zu dem knapp 1000 Teilnehmer erwartet werden, mit einer Gesprächsrunde über ethische Aspekte der EHEC-Epidemie in Deutschland.

Das 24. Berliner Dialyse-Seminar vom 2. bis 3.12. 2011 im Maritim Hotel Berlin ist mit 11 Fortbildungspunkten zertifiziert. Programm und Anmeldung unter: www.berliner-dialyseseminar.de

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