Ärzte Zeitung, 07.07.2010

Mit grünem Licht gegen Hyperplasie der Prostata

SCHWELM (eb). Die Klinik für Urologie und Kinderurologie des Helios Klinikums Schwelm bietet ein relativ neues Op-Verfahren gegen benigne Prostata-Hyperplasie (BPH) an: das Greenlight-Laserverfahren. In Deutschland leidet heutzutage jeder zweite Mann über 60 Jahren an einer meist gutartigen Prostataerkrankung. Ihnen kann das neue Verfahren helfen.

Mit dem grünen Laser wird dabei Licht einer Wellenlänge von 532 nm verwendet. Dieses grüne Licht wird besser als bei anderen Verfahren von den roten Blutgefäßen und blutreichem Gewebe absorbiert. Das führt wiederum zu einer plötzlichen, starken Aufnahme von Energie, sodass das bestrahlte Gewebe verdampft, ohne dass Blut austreten kann. Mediziner sprechen hier von der "photoselektiven Vaporisation der Prostata" (PVP).

"So können auch Patienten erfolgreich behandelt werden, die zum Beispiel gerinnungshemmende Substanzen einnehmen oder zu anderen Risikogruppen gehören", betont Dr. Ulrich Grein vom Klinikum. Ein weiterer Vorteil im Vergleich zur klassischen Behandlung sei das geringere Risiko von Nebenwirkungen, zum Beispiel im Bereich der Inkontinenz und Impotenz sowie der allgemeinen Risiken wie Thrombosen oder Lungenembolien.

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