Ärzte Zeitung, 24.02.2014

Operationen

Bei Diabetikern ist einiges zu beachten

RHEINE. Fast jeder dritte stationäre Patient leidet an Diabetes mellitus. Somit kommt die Krankheit im Krankenhaus weit öfter vor als in der Allgemeinbevölkerung. Zudem haben viele Patienten Begleit- und Folgeerkrankungen, etwa Herz-, Nieren- oder Leberkrankheiten, die den Klinikaufenthalt verursachen.

"Bei Eingriffen über mehrere Stunden muss ausgebildetes Personal den Blutzuckerspiegel streng überwachen", fordert Doris Schöning, Referatsleiterin Diabetes- und Gesundheitsmanagement an der Akademie für Gesundheitsberufe, Rheine, in einer Mitteilung der diabetesDE.

"Vor der Op soll der Blutzucker möglichst im Normalbereich liegen." Denn zu hohe Werte schwächen das Abwehrsystem und erhöhen die Infektionsgefahr während und nach der Op. Auch die Wundheilung und Blutgerinnung kann beeinträchtigt werden.

Vor dem Eingriff müssen einige Diabetes-Medikamente abgesetzt werden. "Ein Vorab-Gespräch mit dem behandelnden Arzt sowie dem Pflegeteam der Klinik ist unbedingt notwendig", rät Schöning.

Metformin beispielsweise, das viele Menschen mit Diabetes Typ 2 einnehmen, dürfen die Betroffenen 48 Stunden vorher absetzen. "Sollte die Operation 24 Stunden oder länger dauern, übernimmt ein Arzt die Steuerung des Diabetes mit einer Glukose-Insulin- und Elektrolytlösung", erklärt Schöning. In jedem Fall gilt es, Unterzuckerungen zu vermeiden. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »