Ärzte Zeitung, 02.06.2011

EHEC wird nur selten von Mensch zu Mensch übertragen

EHEC wird nur selten von Mensch zu Mensch übertragen

BERLIN (hub). Die Infektionsquellen der aktuellen EHEC-Epidemie sind noch immer nicht identifiziert. Die Übertragung von Mensch zu Mensch scheint dabei wohl keine Rolle zu spielen.

"Solche Übertragungen kommen nur im Einzelfall vor", teilte das Robert Koch-Institut (RKI) auf Anfrage der "Ärzte Zeitung" mit. Das Ausbruchsmuster lasse sich damit nicht erklären.

In der Bremer Tageszeitung "Weser Kurier" wurde dem RKI von ärztlicher Seite mangelndes Engagement vorgeworfen. Gefordert wird unter anderen, vor allem Nicht-Norddeutsche Personen zu befragen, die mit EHEC infiziert sind.

Dazu RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher zur "Ärzte Zeitung": "Das RKI befragt natürlich auch Personen außerhalb Norddeutschlands, wir gehen auch Ausbrüchen außerhalb Norddeutschlands nach."

Im kommenden Epidemiologischen Bulletin werden die Aktivitäten des RKI ausführlicher beschrieben. Zur Erinnerung: Vor allem Norddeutschland mit dem Zentrum in Hamburg ist besonders stark von der EHEC-Welle betroffen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »