Klinik Report, 14.09.2011

EHEC: Kinder weniger schwer betroffen

BERLIN (nös). Obwohl bei der EHEC-Epidemie atypisch vorwiegend Frauen mittleren Alters betroffen waren, hat der E.coli-Keim auch um Kleinkinder keinen Bogen gemacht.

Von den Erfahrungen mit den jungen Patienten während des jüngsten Ausbruchs berichtete Professor Markus Kemper von der pädiatrischen Nephrologie am Uniklinik Hamburg Eppendorf auf dem EHEC-Symposium der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie in Berlin.

Von 61 kleinen Patienten sei nur einziger gestorben. Der Anteil von 1,6 Prozent sei "deutlich geringer" im Vergleich zu den jährlichen Erkrankungen, so Kemper.

Bei den meisten Kindern sei vor allem die Dialyse Therapie der Wahl gewesen. Die Peritonealdialyse sei dabei deutlich häufiger zum Einsatz gekommen als die Hämodialyse.

Nur zehn der 61 Kinder aus seiner ersten Analyse waren auf eine Plasmapherese angewiesen gewesen, vor allem wegen einer neurologischen Beteiligung.

Alle Kinder konnten bereits wieder entlassen werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »