Ärzte Zeitung online, 20.02.2012

Tödlicher EHEC-Fall in Hamburg?

In Hamburg ist offenbar ein sechsjähriges Mädchen nach einer EHEC-Infektion gestorben. Die Ermittler nehmen die Spur auf und untersuchen Lebensmittel in den Supermärkten. Im Laufe des Tages sollen nähere Erkenntnisse bekannt gegeben werden.

Schwerer EHEC-Fall in Hamburg?

Die Akte EHEC lässt sich kaum schließen.

© dpa

HAMBURG (eb). Ein sechsjähriges Mädchen ist offenbar in Hamburg nach einer EHEC-Infektion gestorben.

Die Gesundheitsbehörde bestätigte den Fall. Ein Labornachweis soll den Informationen zufolge allerdings erst im Laufe des Montags vorliegen.

Die Rede ist zudem von einem akuten Nierenversagen. Dies könnte auf ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) hindeuten. Ob Vorerkrankungen vorlagen, ist bislang unklar.

Der neuerliche Fall sorgt für Aufsehen, da er an die EHEC-Infektionswelle aus dem vergangenen Sommer erinnert. Damals hatten sich über 4000 Menschen mit Keimen des Serotyps O104:H4 infiziert. Über 800 Menschen entwickelten ein HUS, 53 starben.

Gesundheitsbehörden sind allerdings bemüht, bei den jüngsten Fällen den Eindruck eines erneuten "Ausbruchs" zu vermeiden.

Tatsächlich erkranken im Jahresdurchschnitt bundesweit etwa 1000 Menschen an dem Erreger, im Schnitt erkranken rund 60 Menschen pro Jahr an einem HUS. Todesfälle gibt es hingegen nur selten.

[20.02.2012, 14:00:01]
Wilfried Soddemann 
EHEC Alarm: Wilfried Soddemann warnt seit Jahren vor Infektionen durch Trinkwasser.
In unseren Lebensmitteln sind keine Fäkalien. Aber im Trinkwasser. Egal ob Salmonellen, Campylobacter, Noroviren oder EHEC/HUS: Ausgelöst werden solche Infektionen durch Fäkalien in Lebensmitteln ODER im Trinkwasser ... einen dritten initialen Übertragungsweg gibt es nicht. Auch Schweinegrippeviren werden fäkal ausgeschieden. Damit ist der Weg Abwasser-Gewässer-Trinkwasser gegeben.
http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
soddemann-aachen@t-online.de
Telefon 0 25 82 – 99 13 66
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