Ärzte Zeitung, 14.01.2015

Ernst-Jung-Preis

Forschungen zu Gentherapie prämiert

HANNOVER. Der mit 300.000 Euro dotierte Ernst Jung-Preis für Medizin geht in diesem Jahr an Professor Emmanuelle Charpentier.

Die Forscherin hat an der MHH eine Alexander von Humboldt-Professur inneund leitet die Abteilung "Regulation in der Infektionsbiologie" am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweigund eine Arbeitsgruppe am Laboratory for Molecular Infection Medicine Sweden (MIMS) im schwedischen Umea.

Charpentier sei eine der Entdeckerinnen des CRISPR-Cas9-Systems, einem biotechnischem Werkzeug, das zum gezielten Editieren von Erbmaterial eingesetzt werden kann, so die MHH.

Schon durch eine leicht veränderte Gen-Zusammensetzung können für den Körper lebenswichtige Proteine ja ihre eigentliche Funktion verlieren. Eine vielversprechende Lösung zur Therapie bei damit verknüpften Krankheiten sei das CRISPR-Cas9-System. Es ermögliche zielgerichtet Abschaltung oder Korrektur fehlerhafter Gene. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »