Mumien verraten

Schon vor Jahrtausenden rieselte Gefäßkalk

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SAN FRANCISCO. Wer geglaubt hat, dass Atherosklerose der Preis für das stressgeplagte und von ungesunder Ernährung und Bewegungsarmut geprägte Leben in der modernen Zivilisation sei, wird durch neue Studiendaten eines Besseren belehrt.

Eine US-Forschergruppe um Dr. Randall Thompson aus Kansas City ist um die Welt gereist und hat in vier Regionen (Ägypten, Peru, Alaska, Südwesten der USA) insgesamt 137 Mumien aus einer 4000 Jahre umspannenden Zeitperiode ausfindig gemacht.

Diese wurden dann einer Ganzkörper-CT-Untersuchung unterzogen, wobei gezielt nach atherosklerotischen Gefäßveränderungen in Form von Gefäßkalk gefahndet wurde.

Ergebnis: Bei 35 Prozent aller untersuchten Mumien stießen die Forscher auf Zeichen einer vaskulären Atherosklerose. Nach ihrer Ansicht könnte es somit möglich sein, dass beim Menschen eine grundsätzliche Disposition für Atherosklerose besteht. (ob)

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