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Weitere Todesfälle durch West-Nil-Fieber in Südosteuropa

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Vor allem Culex-Mücken übertragen das West-Nil-Virus; aber auch die Aedes-Mücke (im Bild) kann vereinzelt das Virus übertragen.

Vor allem Culex-Mücken übertragen das West-Nil-Virus; aber auch die Aedes-Mücke (im Bild) kann vereinzelt das Virus übertragen.

© dpa

ATHEN/BUKAREST (dpa). In Griechenland und Rumänien sind jetzt insgesamt 13 Menschen am West-Nil-Fieber gestorben. In Griechenland gab es seit Anfang August elf Tote, teilte das griechische Gesundheitsministerium mit. Dort werden 114 Patienten mit Zeichen einer Hirnentzündung stationär behandelt. Alle Fälle wurden in Nordgriechenland (Zentralmakedonien) diagnostiziert und von Laboren bestätigt.

In der Region sind Blutspenden eingestellt worden, Transfusionen werden auf ein Minimum beschränkt. In Rumänien gab es nach Auskunft des Gesundheitsministeriums zwei Todesfälle durch das Virus und sieben Erkrankte (wir berichteten). Die Toten waren 75 und 79 Jahre alt. Weitere 80 Verdachtsfälle würden untersucht. Das Ministerium empfahl Bürgern, sich durch körperbedeckende Kleidung und Insektensprays vor Mücken zu schützen.    

Seit einer Epidemie von 1996 in Rumänien seien 4,1 Prozent der Bukarester gegen das West-Nil-Virus immun, in anderen Landesteilen seien es 0,9 Prozent, sagte Staatssekretär Adrian Streinu-Cercel vom Gesundheitsministerium. Dies hätten rumänische und US-Wissenschaftler damals herausgefunden. Das Virus, das grippeähnliche Symptome auslösen kann, wurde erstmals 1937 im West-Nil-Distrikt von Uganda isoliert. In den vergangenen Jahren wurden Erkrankungen unter anderem aus Israel, Russland, den USA und aus einigen Regionen Europas gemeldet.

In den USA breitet sich das Virus seit 1999 aus, dort waren bei den Centers for Disease Control (CDC) im vergangenen Jahr 720 Erkrankungen, darunter 373 Fälle von Enzephalitis oder Meningitis sowie 30 Todesfälle registriert worden.

Erste Symptome sind Kopf- und Gliederschmerzen sowie gelegentlich Erbrechen und Durchfall. Meist heilt das West-Nil-Fieber in wenigen Tagen ohne Therapie ab. Bei Älteren oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann es jedoch Meningitis und Enzephalitis kommen.

Lesen Sie dazu auch: Schon bald Impfstoff gegen West-Nil-Fieber?

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