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Kein Reformkonsens bei Organspende erkennbar

Die Parteien ringen um Konsens bei der Organspende. Zwei verschiedene Optionen stehen zur Debatte. Doch die Frage bleibt: Klappt die Reform des Transplantationsgesetzes?

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Freiwillige Erklärung oder Widerspruchslösung? Die Lager ringen um einen Kompromiss bei der Organspende.

Freiwillige Erklärung oder Widerspruchslösung? Die Lager ringen um einen Kompromiss bei der Organspende.

© dpa

NEU-ISENBURG (fuh). Die CSU hat mit einem Positionspapier zu Organspenden die Debatte um eine Reform des Transplantationsgesetzes neu entfacht.

Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) strebt mit einer Initiative im Bundesrat die Einführung der Widerspruchslösung an. Jeder Bürger soll danach als Organspender gelten, der zu Lebzeiten nicht widersprochen hat.

Die derzeit in der CDU und SPD diskutierten Reformpositionen sind moderater. Mindestens einmal im Leben sollten die Bürger danach mit der Frage konfrontiert werden, ob sie zur Organspende bereit wären.

Die Entscheidung pro oder contra könnte zum Beispiel beim Antrag eines Personalausweises oder beim Ausstellen des Führerscheins fallen.

Bisher nicht geklärt ist allerdings die Frage, ob der Staat überhaupt das Recht hat, seine Bürger zu einer Meinungsäußerung zu zwingen.

Der Vizepräsident der Bundesärztekammer Dr. Frank-Ulrich Montgomery hat sich klar gegen die Widerspruchslösung ausgesprochen.

Sie würde das Problem der vergleichsweise geringen Zahl an Spendern in Deutschland nicht lösen, sagte er. Schon allein die Debatte über eine Widerspruchsregelung würde in der Bevölkerung "große Unsicherheit" erzeugen.

Drei Menschen sterben jeden Tag in Deutschland, weil sie Spenderorgane nicht bekommen. Alle Bundestagsparteien sehen deshalb Handlungsbedarf.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Nichts geht ohne Konsens

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