Roche rüstet in Bayern auf

158 Millionen Euro hat Roche am Standort im oberbayerischen Penzberg investiert. Im Fokus stehen dabei therapeutische Proteine - Biopharmazie und personalisierte Medizin sind die Schwerpunkte.

Von Jürgen Stoschek Veröffentlicht:

PENZBERG. Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche hat seine Kapazitäten für die Erforschung und Entwicklung therapeutischer Proteine erweitert und dafür am Standort im bayerischen Penzberg rund 158 Millionen Euro investiert.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren wurden auf dem Werksgelände insgesamt fünf Gebäude mit einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern Produktions- und Laborflächen umgebaut und erweitert.

Mit diesem Projekt würden die Grundlagen geschaffen, um in den kommenden Jahren neue biopharmazeutische Arzneimittel erforschen und entwickeln zu können, die im Rahmen einer personalisierten Medizin zielgerichtet eingesetzt werden sollen, erklärte Dr. Severin Schwan, CEO von Roche, bei der offiziellen Einweihung.

Bayerns Forschungsminister Dr. Wolfgang Heubisch würdigte das Engagement von Roche in Penzberg. Nicht zuletzt deshalb gehöre Bayern inzwischen zu einem der drei Top-Standorte der Biotechnologie in Europa.

 Mit den Investitionen für die Entwicklung neuer therapeutischer Proteine werde der Standort Penzberg, der im kommenden Jahr auf eine vierzigjährige Geschichte zurückblicken könne, weiter aufgewertet, erklärte Heubisch.

Penzberg ist innerhalb der Roche-Gruppe das europäische Kompetenzzentrum für die therapeutische Proteinforschung. Derzeit befinden sich laut Roche rund 40 Forschungsprojekte für die Entwicklung neuer Wirkstoffe in der Pipeline.

Eines davon zielt auf die Entwicklung des Antikörpers Gantenerumab gegen Alzheimer, so Forschungsleiter Professor Klaus Strein. Erste Ergebnisse einer Phase-II-Studie, in der Patienten mit prodromalem Alzheimer über zwei Jahre mit Gantenerumab behandelt würden, sollen 2013/14 vorliegen. Es bestehe die Hoffnung, dass durch eine frühzeitige Behandlung mit Gantenerumab der Eintritt von Alzheimer deutlich verzögert werden könne, so Strein.

Die fünf am häufigsten verkauften Arzneimittel von Roche stammen nach Unternehmensangaben aus der Gruppe der therapeutischen Proteine. Damit erzielte Roche 2010 knapp 58 Prozent seines Umsatzes in der Pharmasparte.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Statistisches Bundesamt

Beschäftigung im Gesundheitswesen nimmt wieder deutlicher zu

Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Datenanalyse

Demenzschutz durch Zosterimpfung: Studie liefert erneut Hinweise

NutriNet-Santé-Studie

Viel Konservierungsstoffe in der Nahrung – erhöhtes Krebsrisiko?

Stressfreie Blutabnahme

So lassen sich Schmerzen durch Nadelstiche bei kleinen Kindern mindern

Lesetipps
Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte „ePA“.

© Daniel Karmann/dpa

Neue Funktion

E-Patientenakte: Volltextsuche für Ärzte geplant

So bitte nicht! Leichter kann man es Hackern kaum machen.

© Oleksandr Latkun/imageBROKER/picture alliance

Update

Datenschutz

Tipps: Darauf sollten Praxisteams bei Passwörtern achten