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Medizinstudenten in Lübeck landen auf zweitem Platz

LÜBECK (di). Im vergangenen Jahr war ihre Uni noch von der Schließung bedroht - in diesem Jahr lieferten die Lübecker Medizinstudenten bei den Prüfungen hinter Mannheim die besten Ergebnisse.

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Aus einem Vergleich des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen in Mainz geht hervor, dass die Mannheimer Medizinstudenten in einem Vergleich von 34 Medizinfakultäten am besten abschnitten.

Im Physikum schafften sie es, 78 Prozent der Fragen richtig zu beantworten. Nur eine Kommastelle dahinter landete Lübeck auf dem zweiten Platz.

Nur 6,1 Lübecker Studenten bestanden die Prüfung nicht

Die gute Lehre in der beinahe geschlossenen Uni an der Ostsee belegt auch die niedrige Misserfolgsquote: Nur 6,1 Prozent der Lübecker Studenten bestanden die Prüfung nicht - im Bundesdurchschnitt waren dies 11,8 Prozent. Bessere Ergebnisse erzielten nur Mannheim, Frankfurt und Jena.

An der Physikumsprüfung haben in diesem Jahr in Lübeck 163 Studierende teilgenommen, davon 81 Prozent in der Regelstudienzeit (Bundesdurchschnitt: 77 Prozent).

Lübeck bei mündlichen Prüfungen vorne

Auch bei den mündlichen Prüfungen liegt Lübeck vorne: Hier schnitten die Studenten im Sommer mit 5,8 Prozent Misserfolgsquote noch besser ab als bei den schriftlichen Prüfungen. Ein Erfolgsgeheimnis der Lübecker sei die überschaubare Zahl von Studenten.

Professor Jürgen Westermann, Koordinator des Studiengangs Humanmedizin an der Lübecker Universität, führt die guten Ergebnisse auf die Auswahlgespräche für das Studium zurück, die in Lübeck geführt werden. Die ausgewählten Studenten seien nach seiner Beobachtung hoch motiviert.

Zum Erfolg trage auch bei, dass die Dozenten die Lehrinhalte und -methoden im vorklinischen Studienabschnitt aufeinander abstimmen. Das mache die Verbindungen der Einzelfächer deutlich und der Lernstoff werde als insgesamt zusammengehörig verstanden.

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