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Fluglärm entzweit Gutachter

FRANKFURT/MAIN (pei). Der Protest gegen Fluglärm erreicht bundesweit neue Ausmaße. Immer mehr Ärzte weisen auf die Gesundheitsrisiken durch Lärm und Emissionen hin. Dabei ist der Streit auch ein Streit der Gutachter und Studienautoren.

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Auch Grundschüler protestieren: Demonstration gegen Fluglärm in Frankfurt am Main.

Auch Grundschüler protestieren: Demonstration gegen Fluglärm in Frankfurt am Main.

© dpa

Vor allem der Ausbau des Frankfurter Flughafens und der Neubau des Berliner Flughafens treiben betroffene Anwohner auf die Straße, aber auch im Münchener Umland und im Rheinland verstärkt sich der Widerstand.

Politikern und Airportbetreibern wird vorgeworfen, die Bevölkerung über die Belastung getäuscht zu haben.

Im Fokus des Gutachterstreits über die gesundheitlichen Folgen des Luftverkehrs steht ein Team um den Arbeitsmediziner Professor Klaus Scheuch, Emeritus der Universität Dresden.

Vorwurf: Viele Arbeiten nicht berücksichtigt

Scheuch und Kollegen wird vorgeworfen, präventive Richtwerte und Schwellenwerte für Tages- und Nachtdauerschallpegel zu hoch angesetzt zu haben.

Der Frankfurter Kardiologe Professor Martin Kaltenbach kritisierte in einer Übersichtsarbeit, dass in für die Flughafenbetreiber günstigen Gutachten neuere Arbeiten nicht berücksichtigt worden seien, etwa Studien zu Hypertonie oder zu Lernstörungen bei Kindern.

In den lärmbelasteten Regionen engagieren sich inzwischen viele Ärzte, zum Beispiel seit Eröffnung der neuen Frankfurter Landebahn auch die Bezirksärztekammer Rheinhessen.

Der Frankfurter Nephrologe Professor Ernst-H. Scheuermann hält Fluglärm, wie er jetzt im Frankfurter Süden herrscht, für eine "Seuche".

Lesen Sie dazu auch: Fluglärm entzweit Gutachter Interview: "Fluglärm ist ein Umweltgift" Kommentar: Einmal muss Schluss sein

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