Ärzte Zeitung, 20.06.2016

Info Praxisteam

Praxisnahe Tipps zu Heilmitteln

MÜNCHEN. Obwohl Heilmittelverordnungen in der Hausarztpraxis häufig vorkommen, verursachen sie doch einen erhöhten Zeit- und Arbeitsaufwand. Das liegt vor allem an der geforderten Dokumentation - denn erfahrungsgemäß sind häufig nicht alle notwendigen Angaben für die Behandlung und Abrechnung des Heilmittels in den Verordnungen enthalten.

Bei der Verordnung von Heilmitteln müssen Einzeldiagnosen zu Diagnosegruppen zusammengefasst werden, und diesen sind wiederum die jeweiligen Leitsymptomatiken, Therapieziele und die Heilmittel zugeordnet, die vorrangig, optional oder ergänzend verordnet werden können. Die Kombination von Diagnosegruppe und Leitsymptomatik ergibt den sogenannten Indikationsschlüssel. Er muss neben dem ICD-10-Code auf jeder Heilmittelverordnung angegeben werden. Was dabei zu beachten ist und wie zum Beispiel eine "Verordnung außerhalb des Regelfalles" gestaltet werden kann, das fasst die aktuelle Ausgabe von "info praxisteam" in einem Schwerpunkt zusammen. Das Magazin erscheint in dieser Woche als Beilage der "MMW - Fortschritte der Medizin". Auch auf das Lernprogramm der AOK für Heilmittelverordnungen wird verwiesen. (vs)

"info praxisteam" wird in Kooperation mit dem AOK Bundesverband herausgegeben Alle Beiträge sind auch einzeln im Internet abrufbar: www.info-praxisteam.de

Topics
Schlagworte
Abrechnung / Ärztliche Vergütung (7877)
Organisationen
AOK (6955)
[20.06.2016, 18:30:45]
Dr. Henning Fischer 
vor 30 Jahren funktionierte es vorzüglich

mit einem Rezept über

6x Massagen
für Rücken und Schultergürtel
wegen schmerzhafter Muskelverspannungen
2-3 pro Woche

die gesamten Heilmittelrichtlinien wurden ausschließlich zur Abschreckung und Kostendämpfung geschaffen, vom medizinische Standpunkt aus sind sie überflüssig. Noch nie wurde eine Verbesserung der Patientenversorgung dadurch nachgewiesen.

Alles völlig unsinniger Bürokratismus, von Politik und KV'en gezüchtet.

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