Ärzte Zeitung, 09.01.2004

Elite-Unis sollen Zugpferd für Hochschulen sein

BERLIN (all). Fast die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) befürwortet nach einer Umfrage der Meinungsforscher von TNS-Emnid Elite-Universitäten, wie sie die SPD-Pläne vorsehen. 44 Prozent der Befragten wandten sich dagegen, sieben Prozent machten keine Angaben.

Nach den Plänen von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bildungsministerin Edelgard Bulmahn sollen für die Elite-Hochschulen keine neuen Einrichtungen gegründet werden. Die Spitzen-Universitäten sollen aus dem Wettbewerb bestehender Einrichtungen entstehen und Zugpferd für alle Hochschulen sein.

"Wir brauchen in Deutschland Spitzen-Universitäten und Forschungszentren, die auch in der ersten Liga weltweit mitspielen können und zwar auf den vorderen Plätzen", sagt Bulmahn. Noch in diesem Jahrzehnt müsse Deutschland in der akademischen Ausbildung wie in der Forschung wieder mit den USA oder etwa der Schweiz gleichziehen, fordert Gerhard Schröder.

Das Echo auf die SPD-Pläne ist geteilt. Thüringens Wissenschaftsministerin Dagmar Schipanski (CDU) spricht sich für eine Reform des Hochschulsystems aus. Die Unis müßten sich im freien Wettbewerb entfalten können. Grünen-Fraktionschefin Krista Sager fordert eine "bessere Bildungsförderung in der Breite".

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