Ärzte Zeitung, 15.04.2004

PC-Festplatten müssen vollständig gelöscht werden

BERLIN (all). Bei Betrieben und Privatanwendern gibt es erhebliche Defizite beim sicheren Löschen der Daten auf Computer-Festplatten. Das ist das Ergebnis der Studie "Deutschland Deine Daten" des Unternehmens O & O Software.

Nur zehn Prozent der Anwender löschen vor dem Verkauf oder der Weitergabe die Festplatte vollständig. Die übrigen Festplatten enthielten private Daten wie gescannte Unterschriften, Personalausweise oder Kontozugangsdaten mit TAN- und PIN-Codes für Online-Banking und die Geldabhebung am Automaten.

Die Autoren der Studie fanden sogar zwei Festplatten einer Krankenkasse, auf der nicht nur der interne Schriftverkehr der Mitarbeiter gespeichert war. Dort waren auch Schreiben über die Kostenübernahme an und von Ärzten einschließlich der Patientendaten und Versicherungsnummern abgelegt.

"Ich möchte als Patient meine Krankheitsgeschichte nur ungern zum Schnäppchenpreis bei Ebay sehen", sagt Olaf Kehrer, Geschäftsführer von O & O. Für die Studie hatte das Unternehmen gebrauchte Festplatten bei dem Internet-Auktionshaus erstanden.

Drei Viertel der Anwender sind sich nicht bewußt, daß Altdaten auf Festplatten auch nach der Formatierung wiederherstellbar sind. Um Daten vollständig zu löschen, müssen spezielle Löschprogramme eingesetzt werden, oder die Festplatte muß zerstört werden.

Die Studie im Internet: www.oo-software.de/studie

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