Ärzte Zeitung, 28.05.2004

BUCHTIP

Pfiffig-neuartiges Nachschlagewerk

Ein verständliches Nachschlagewerk neuen Typs stellt der Springer-Verlag mit seiner Erstausgabe des Springer Lexikon Medizin vor. Breit angelegt soll es Patienten das Gespräch mit dem Arzt erleichtern. Es eignet sich als umfassendes Handbuch allerdings durchaus auch für interessierte Leser, die im Gesundheitssektor tätig sind.

Der Autor Dr. Peter Reuter ist Gründer der Reuter medical Inc. (Florida), eines Unternehmens, das medizinisch-naturwissenschaftliche Datenbanken, Lexika und Enzyklopädien erstellt und pflegt.

Das betont nutzerfreundlich gehaltene Nachschlagewerk mit vielen Querverweisen enthält 60 000 kurze Stichwörter und 20 000 längere Einträge mit umfassenderen Erläuterungen oder Definitionen auf 2400 Seiten. Besonders anschaulich sind die 2800 farbigen und großen Abbildungen, schematischen visuellen Darstellungen sowie Tabellen.

Die Stichwörter werden ergänzt durch 44 ausführliche Essays von Fachautoren zu wichtigen gesundheitlichen Fragen, was es zu einem enzyklopädischen Lexikon macht. Es werden aber auch komplexe Themen der aktuellen Diskussion behandelt wie Klonierung des Menschen, Gentherapie oder Euthanasie. Für alle Hauptstichwörter und Untereinträge wird die englische Übersetzung gegeben.

Hilfreich wäre es gewesen, auch noch einen Anhang mit englischen Begriffen und deren deutsche Übersetzung zu bieten. Positiv hingegen fällt auf, daß vermehrt Stichwörter aus den Bereichen Naturheilkunde und alternative Medizin aufgenommen wurden, auch zu Heilpflanzen und -kräutern, die in Deutschland und im deutschsprachigen Raum eine besondere Stellung einnehmen. (art)

Peter Reuter: Springer Lexikon Medizin, Springer-Verlag Heidelberg 2004, 2400 Seiten, 2800 Abbildungen, 29,95 Euro, ISBN 3-540-20412-1

Topics
Schlagworte
Panorama (30158)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »