Ärzte Zeitung, 08.09.2004

Schauspielerinnen werben für Brustkrebs-Prävention

Zahl der Vorsorge-Checks um 15 Prozent gesunken

KÖLN (bös). "Powerfrauen gegen Krebs" ist der Titel einer neuen Kampagne für mehr Früherkennungsuntersuchungen, die der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) gestern in Köln gestartet hat. Mit einer bundesweiten Poster- und Postkartenaktion werben Schauspielerinnen und Drehbuch-Autorinnen dafür, regelmäßig zur Krebsvorsorge zu gehen.

Wirbt für Krebsprävention: Schauspielerin Christine Neubauer. Foto: dpa

Jährlich erkranken in Deutschland über 47 000 Frauen an Brustkrebs und über 26 000 an Gebärmutterkrebs. "Dennoch gehen seit Inkrafttreten der Gesundheitsreform 15 bis 20 Prozent weniger Frauen zur Vorsorgeuntersuchung", sagt Dr. Manfred Steiner, Präsident des BVF. Das Risiko, an Krebs zu sterben, könne aber bei konsequenter Vorsorge stark vermindert werden.

"Ich möchte Frauen die Augen dafür öffnen, mehr für ihren Körper zu tun", sagt Christine Neubauer. Die Schauspielerin, die für ihre Darstellung im Historien-Drama "Löwengrube" den Grimme-Preis erhielt, wirbt mit ihrem Gesicht auf Aufklärungs-Postkarten und -Plakaten für die Aktion.

"Ich selbst muß mich immer wieder wachrütteln, zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen", sagt sie. Vielleicht könne die Aktion dazu beitragen, mehr Patientinnen davon zu überzeugen, "nicht immer alles andere wichtiger zu nehmen".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »