Direkt zum Inhaltsbereich

Sex ist für viele Paare ein Problem

NEU-ISENBURG (Smi). Jeder zweite Bundesbürger ist mit seinem Sexualleben unzufrieden. Das belegt eine großangelegte Studie, die das Institut für Psychologie der Universität Göttingen vorgelegt hat.

Veröffentlicht:

Von mehr als 51 000 befragten Bundesbürgern antworteten 49 Prozent, daß Sex und Erotik in ihrem Leben zu kurz kämen. Die Unzufriedenheit sei jedoch nicht vornehmlich das Problem von Singles, sondern meist in der Partnerschaft begründet, stellte Dr. Ragnar Beer, Diplom-Psychologe an der Göttinger Uni, klar. Denn in 65 Prozent aller Partnerschaften berichte mindestens ein Partner über Probleme in der Sexualität.

Diese Probleme wiederum seien nur zu einem Bruchteil auf anerkannt sexuelle Störungen wie Erektiler Dysfunktion zurückzuführen, so Beer. Die meisten Probanden - 65 Prozent der Männer und 56 Prozent der Frauen - klagten darüber, daß ihre sexuellen Wünsche innerhalb der Partnerschaft unerfüllt blieben.

Das Ergebnis einer Folgestudie mit 2330 Teilnehmern, vorgenommen in dem von der Göttinger Universität initiierten Projekt "Theratalk", kam zu dem Ergebnis, daß die wenigsten mit ihrem Partner über ihre sexuellen Wünsche reden. So äußerten 36 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer die Bereitschaft, die sexuellen Wünsche ihres Partners zu erfüllen - wenn sie sie nur kennen würden.

Ein weiteres Ergebnis der Studien: Nur die wenigsten der mit ihrem Sexleben unzufriedenen Bundesbürger holen sich professionelle Hilfe. Das, so Beer, liege einerseits an einer hohen Schamgrenze, andererseits daran, daß Therapiekosten nur bei anerkannt sexuellen Störungen von den Kassen übernommen würden.

Innerhalb des Projekts "Theratalk" haben die Göttinger Psychologen um Beer kürzlich die nach eigenen Angaben weltweit erste Online-Paartherapie ins Leben gerufen (wir berichteten). Erste Ergebnisse zeigten, daß die Online-Therapie ähnlich wirksam ist wie herkömmliche Therapien.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Nahaufnahmes eines Arzt der mit einem Blutdruckmessgerät den Blutdruck des Patienten misst.

© wutzkoh / stock.adobe.com

QUADRO-Daten

Behandlungsresistente Hypertonie: Vier-in-Eins-Kapsel schlägt Dreier-Einzelkombi

Illustration zeigt einen gesunden Knochen im Vergleich zu einem Knochen mit Ostoporose.

© Sukon / Generated with AI / Stoc

Heilung wird nicht gestört

Keine Angst vor Bisphosphonaten bei frischen Frakturen

Arzthelferin impft Frau

© Glamourpixel / Stock.adobe.com

Allgemeinmediziner gibt Tipps

Ohne MFA läuft wenig: Was beim Impfmanagement wichtig ist