Ärzte Zeitung, 23.11.2004

BUCHTIP

Mikrobiologie im klinischen Alltag

Die Mikrobiologie ist ein Wissensbereich, der noch mehr als andere in ständigem Wandel begriffen ist. 70 Prozent des Wissens ist jünger als zehn Jahre. Zum Beispiel wird das System der Bakteriologie wegen aktueller Forschungsergebnisse ständig neu geordnet, und die winzigen Lebewesen unterliegen selbst evolutionsbedingt einem schnellen Umbau.

Außerdem werden die Patienten in der Klinischen Mikrobiologie immer älter, ihr Immunstatus wird schlechter, so daß ihnen selbst Erreger gefährlich werden können, die vor 30 Jahren noch als apathogen galten.

Damit Ärzte mit all diesen Gegebenheiten möglichst flexibel umgehen können, hat Dr. Ursula Thereutzbacher, Leiterin des Antibiotikazentrums Wien und Lektorin für Klinische Mikrobiologie an der dortigen Universität, das gesamte Fachgebiet tabellarisch und übersichtlich zusammengestellt.

Der erste Teil des Buches ist den Erregern gewidmet, den Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten: Die Autorin beschreibt Aussehen, Lebensräume, Infektionen, Therapie und Resistenzen. Im zweiten Teil werden die derzeit in deutschsprachigen Ländern erhältlichen Antibiotika, Virostatika, Antipilz- und Antiparasitenmittel vorgestellt. In weiteren Kapiteln geht es etwa um Diagnostik und Therapie einzelner Krankheitsbilder und evidenzbasierte Medizin. (ars)

Mikrobiologie im Klinischen Alltag, Erreger, Diagnostik, Therapie, Ursula Thereutzbacher, Kohlhammer-Verlag, Stuttgart, 2004, 98 Euro, 808 Seiten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »