Ärzte Zeitung, 03.12.2004

Kinder besonders gefährdet durch Landminen

NAIROBI (dpa). Kinder sind durch Landminen besonders gefährdet und machen nach Informationen des UN-Kinderhilfswerks UNICEF in einigen Ländern die Hälfte aller Opfer aus.

"Etwa 85 Prozent der Kinder, die durch Minen verletzt werden, sterben schon auf dem Weg zum Krankenhaus", betonte UNICEF-Direktorin Carol Bellamy gestern auf der Anti-Landminen-Konferenz in Nairobi. Kinder seien sich der Gefahr nicht bewußt, sondern griffen häufig aus Neugier oder beim Spielen nach den tückischen Waffen.

Weil sie körperlich noch nicht voll entwickelt seien, könnten die Minen schlimmere Schäden anrichten als bei Erwachsenen, so Carol Bellamy. Insgesamt machen Kinder etwa ein Fünftel aller Minen-Opfer aus. In Kambodscha sind 40 Prozent der Opfer Kinder, in Somalia sogar mehr als die Hälfte.

Topics
Schlagworte
Panorama (30158)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »